Eduard Künnekes Sensationserfolg von 1921 mit dem geografisch prägnanten Titel »Der Vetter aus Dingsda« lässt nichts aus, was das Bürgertum des frühen 20. Jahrhunderts in seinen Grundfesten erschüttern könnte: Die liebe Verwandtschaft will über Julia de Weerts Liebesleben und damit über ihre Zukunft und die Verteilung eines stattlichen Erbes entscheiden. Darum bestürmen gleich mehrere Männer die junge Frau, die eigentlich nur auf ihren geliebten Roderich warten will, der seit gefühlten Ewigkeiten im fernen Dingsda ... irgendwo in Asien ... vielleicht in Batavia weilt – so genau weiß das niemand – und hoffentlich bald zurückkehrt. Und so wird zu Tango, Walzer und Foxtrott geliebt, geflirtet, gesungen und gelogen, dass sich die Balken biegen und neben den Emotionen auch die Tanzbeine glühen.
Libretto von Herman Haller und Rideamus (Fritz Oliven) nach dem Lustspiel von Max Kempner-Hochstädt
Musikalische Leitung Levente Török, Inszenierung Christian Poewe, Bühne Olga von Wahl, Kostüme Carl-Christian Andresen, Choreografie Gaëtan Chailly, Dramaturgie Benjamin Künzel, Regieassistenz & Abendspielleitung Andreea Geletu.

