Die Entstehungsgeschichte der Oper ist ebenso fesselnd wie ihr Inhalt: Als der französische Komponist Albéric Magnard 1914 sein Haus gegen deutsche Truppen verteidigte, wurde es in Brand gesetzt. Magnard kam ums Leben und zwei Akte der Oper verbrannten. Sein Komponistenkollege Joseph Guy Ropartz rekonstruierte die verlorenen Akte der Oper, deren Musik über 100 Jahre nach ihrer Entstehung und nach dem Tod ihres Schöpfers immer noch beeindruckt.
Die deutsche Erstaufführung der Oper Guercœur ist gleichfalls die erste szenische Aufführung seit der Uraufführung 1931 in Paris.
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln.
Musikalische Leitung Andreas Hotz, Inszenierung Dirk Schmeding, Bühne Martina Segna, Kostüme Frank Lichtenberg, Video Roman Kuskowski, Choreinstudierung Sierd Quarré, Dramaturgie Christoph Lang.
Am Premierentag findet ein Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Jens Malte Fischer, Prof. Dr. phil. Andrea Grewe und Dr. phil. Jochen Wagner statt, das sich mit dem in Vergessenheit geratenen Magnard sowie mit der Oper Guercœur im Kontext des frühen 20. Jahrhunderts befasst. Im Rahmen der Inszenierung gibt es darüber hinaus eine Ausstellung, in der Sie mehr über den Komponisten, das Werk und die Entstehungszeit erfahren können.

