Herzstück der Barocktage ist die Premiere von HIPPOLYTE ET ARICIE. Erstmals kommt damit ein Werk von Jean-Philippe Rameau auf die Bühne – dirigiert von Simon Rattle, der sein Debüt mit dem Freiburger Barockorchester gibt. Als Bühnen- und Kostümbildner sowie Lichtgestalter konnte Ólafur Elíasson gewonnen werden. Er entwickelt gemeinsam mit Regisseurin und Choreographin Aletta Collins ein übergreifendes Konzept, das Licht, Kostüm und Raum neu denkt.
Bereits wird A MONTEVERDI PROJECT, eine Tanz-/Theaterperformance der israelischen Regisseurin und Choreographin Saar Magal nach Musik von Claudio Monteverdi, uraufgeführt. Mit dieser Produktion wird ein Bogen geschlagen zwischen den Barocktagen und dem neuen Format LINDEN 21, das Produktionen und Projekte des Spielplans umfasst, die nach neuen Aufführungs- und Rezeptionsformen des zeitgenössischen Musiktheaters suchen.
Als Wiederaufnahmen sind im Rahmen der Barocktage zwei Musiktheaterwerke von Claudio Monteverdi zu erleben: L’INCORONAZIONE DI POPPEA, inszeniert von Eva-Maria Höckmayr und unter der musikalischen Leitung von Diego Fasolis sowie L’ORFEO in der Regie von Sasha Waltz, dirigiert von Leonardo García Alarcón.
Die zehn Konzerte im Rahmen der Barocktage umfassen Auftritte einer Reihe von herausragenden Orchestern und Ensembles wie der Akademie für Alte Musik, Voces Suaves, Les Musiciens du Louvre unter der Leitung von Marc Minkowski, Les Talens Lyrique, dirigiert von Christophe Rousset, La Capella Reial de Catalunya und Le Concert des Nations unter der Leitung von Jordi Savall sowie Auftritte von renommierten Solisten wie Dorothee Oberlinger, Dmitry Sinkovsky, Alexandre Tharaud und Ambroisine Bré. Neben Werken von Claudio Monteverdi, Jean-Philippe Rameau und deren Zeitgenossen erklingt auch Musik von Beat Furrer, sowie Ludwig van Beethoven und Felix Mendelssohn Bartholdy. Außerdem wird es ein Kinderkonzert geben.
Zum Auftakt der Barocktage findet ein Roundtable statt. Begleitend zu dem musikalischen Programm finden täglich Führungen mit einem Schwerpunkt auf die Geschichte des Hauses im 18. Jahrhundert statt sowie Stadtspaziergänge durch die historische Mitte Berlins rund um das Opernhaus, konzipiert und durchgeführt von den Dramaturgen der Staatsoper.
Das Festival wurde mit der Intendanz von Matthias Schulz eingeführt und findet in diesem Jahr erstmals statt. In den zehn Tagen finden eine Premiere und zwei Wiederaufnahmen, eine Tanz-/Theaterperformance, zehn Konzerte sowie Sonderveranstaltungen statt. Mit Claudio Monteverdi und Jean-Philippe Rameau stehen zwei Komponisten im Zentrum, die für Beginn und Ausklang des Barockzeitalters stehen und die der Musik ihrer Zeit jeweils entscheidende Impulse gegeben haben.
Barocktage
in
Staatsoper Unter den Linden
Uraufführung/Premiere am 25. November 2018
Die Barocktage bieten ein vielfältiges Programm, das unter anderem eine Premiere und mehrere Wiederaufnahmen umfasst. Im Mittelpunkt stehen Werke von Claudio Monteverdi und Jean-Philippe Rameau sowie zahlreiche Konzerte und Sonderveranstaltungen.

Mitwirkende
Simon Rattle(Musikalische Leitung)
Ólafur Elíasson(Bühnenbild)
Aletta Collins(Regie)
Anna Prohaska(Sänger/in)
Magdalena Kožená(Sänger/in)
Reinoud Van Mechelen(Sänger/in)
Gyula Orendt(Sänger/in)
Elsa Dreisig(Sänger/in)
Eva-Maria Höckmayr(Regie)
Diego Fasolis(Musikalische Leitung)
Sasha Waltz(Regie)
Leonardo García Alarcón(Musikalische Leitung)
Matthias Schulz(Dramaturgie)
Magal(Regie)
Spielzeiten
Sonntag, 25. November 2018
(Premiere / Uraufführung)

