1934 bis 1936 geht Carl Orff mit seiner Adaption der „Lieder aus Benediktbeuren“ angesichts des faschistischen Drucks in die innere Emigration und besinnt sich auf die ältesten Wurzeln der Musikgeschichte. Eine assoziativ entwickelte szenische Installation von Operndirektor Matthias Kaiser will diesem Spannungsverhältnis zwischen enthusiastischem Aufbruchsgeist und innerer Emigration deutscher Kunst nachgehen.
Zwischen beiden Werken erklingt als Uraufführung die musiktheatralische Skulptur Dahinströmen, singend von Gerhard Stäbler, dessen Kassandra-Kompositionen, die Performance Futurescence XXX und die Oper Erlöst Albert E. vor einigen Jahren bereits am Theater Ulm zu hören waren.
Musikalische Leitung: Hendrik Haas, Inszenierung: Matthias Kaiser, Bühne: Marianne Hollenstein, Kostüme: Angela C. Schuett, Dramaturgie: Benjamin Künzel.

