„Ich wollte meinen Zeitgenossen wesentliche Wahrheiten mitteilen, die mir das Konversationslehrbuch bewusstgemacht hatte“. Der Text führte ihm das ‚Reden, ohne etwas zu sagen‘ vor Augen, das Reden, ohne Persönliches zu sagen.
Und so verselbstständigte sich der Text, Figuren wurden eingeführt, ohne zu wissen, ob es sie wirklich gegeben hat oder ob sie irgendeiner Phantasie entsprangen.
„Ich stellte mir vor, so etwas wie die Tragödie der Sprache geschrieben zu haben. Bei der Aufführung überraschte es mich ziemlich, als ich die Zuschauer lachen hörte. (…)“ Eugene Ionesco
Mr. und Mrs. Smith haben Mr. und Mrs. Martin zum Essen eingeladen, diese kommen unangemeldet vorbei. Während die Gastgeber den Raum verlassen, um sich den Gästen in Galakleidung zu präsentieren, erkennt das Ehepaar Martin, wie sonderbar und in welchem Zusammenspiel sie sich bereits zu kennen scheinen, dass sie wohl eine gemeinsame Tochter haben und sogar im gleichen Bett schlafen. Das Dienstmädchen Mary ist eigentlich Sherlock Holmes und ein Überraschungsgast, der sich zum Scherz dreiviertel Stunden vor der Tür versteckt hielt, würde gerne seiner Arbeit nachgehen. Ausser einem Magenbrennen hat dieser aber auch heute wieder nichts zu löschen und bleibt für kurze Geschichten über Schnupfen und Hunde in geselliger Gesellschaft der Anwesenden.
Bizarr, lächerlich, absurd und urkomisch... Die kahle Sängerin ist eines der bekanntesten absurden Theaterstücke und wurde 1950 in Paris uraufgeführt.

