Und so wird Emilia zum Spielball im patriarchalischen Machtkampf, in dem alle Parteien die Deutungshoheit über die Definition des Weiblichen gewinnen wollen. Doch Emilia ist eine Rebellin, die sich nicht als Projektionsfläche für männliches Begehren zur Verfügung stellt und egal, ob sie sich wiedersetzt oder fügt, Emilia muss für ihre Ambivalenz bestraft werden. Das tragische Ende ist unausweichlich.
Emilia Galotti
in
Deutsches Theater Göttingen (Hauptgebäude)
Uraufführung/Premiere am 27. Januar 2024
Emilia Galottis Tod ist kein Begleitschaden eines gesellschaftlichen Konflikts zwischen Adel und Bürgertum, sondern das Ergebnis einer Welt, die durcheinandergeraten ist. Denn Frauen und Männer, Bürger und Adlige, die sich ihrer typischen Rollenzuschreibung wiedersetzen, bringen eine bestehende gesellschaftliche Ordnung ins Wanken.
Mitwirkende
Maik Priebe(Regie)
Susanne Maier-Staufen(Bühnenbild)
Ole Schmidt(Komponist/in)
Verena von Waldow(Dramaturgie)
Marius Ahrendt(Schauspieler/in)
Gaby Dey(Schauspieler/in)
Rebecca Klingenberg(Schauspieler/in)
Roman Majewski(Schauspieler/in)
Volker Muthmann(Schauspieler/in)
Gitte Reppin(Schauspieler/in)
Gaia Vogel(Schauspieler/in)
Spielzeiten
Samstag, 27. Januar 2024
(Premiere / Uraufführung)

