Die Oper handelt von Schuld und der Unmöglichkeit ihrer Verdrängung, aber auch von der Verantwortung nachfolgender Generationen, die Erinnerung an das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte wachzuhalten. Zugleich geht es um die zeitlose Kraft der Liebe und der Musik.
Mieczysław Weinberg (1919-1996) komponierte Die Passagierin 1968 nach dem Roman der polnischen Auschwitz-Überlebenden Zofia Posmysz (*1923). Der mit Weinberg eng befreundete Dmitri Schostakowitsch befand: „Ich werde niemals aufhören, mich für Weinbergs Oper zu begeistern. […] jedes Mal begriff ich mehr von der Schönheit und Größe dieser Musik. Sie ist ein Meisterwerk, perfekt in Form und Stil.“ Das Werk handelt von Schuld und der Unmöglichkeit ihrer Verdrängung, aber auch von der Verantwortung nachfolgender Generationen, die Erinnerung an das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte wachzuhalten. Zugleich geht es um die zeitlose Kraft der Liebe und der Musik.
Die szenische Uraufführung 2010 in Bregenz fand international große Beachtung; in Ostthüringen wird die bislang fünfte Inszenierung der Passagierin zu erleben sein.
Theater&Philharmonie Thüringen setzt seine Programmreihe „Wider das Vergessen“ fort und bringt mit „Die Passagierin“ eine tiefgründige Oper von Mieczysław Weinberg auf die Bühne.


