Es fehlt schlichtweg eine Sprache, das Erlebte zu fassen. Um das Verdrängte sichtbar zu machen und das Unausgesprochene zu benennen, beschließt sie, polnisch zu lernen: Die Sprache, die aus ihrer Familie verbannt wurde und doch Teil ihrer Identität ist. Zusammen mit der polnisch-schweizerischen Performerin Ewelina Guzik-Zubler nähert sie sich in der Polnischstunde den Geschichten der Vergangenheit an, versucht sie zu entwirren und erzählbar zu machen.
Wo die gesprochene Sprache nicht ausreicht, wo Worte unmöglich oder sogar peinlich werden, bieten Bewegungen und Gesten Wege aus der Sprachlosigkeit. Manchmal hilft nur Schweigen gegen die Übermacht der Vergangenheit.

