Gekränkt von der Zurückweisung des Vaters schließt sich Karl einer Bande von Räubern an, um gegen die Ungerechtigkeit in der Gesellschaft zu kämpfen. Während sich Karl für die Freiheit des Einzelnen und die Emanzipation vom tyrannischen Staat einsetzt, offenbart Franz die dunklen Seiten des Machtstrebens. Die Situation gerät außer Kontrolle, der Kampf um individuelle Freiheit wird zum Zündstoff eines schonungslosen Zerstörungswerks. Hass, Selbstbezogenheit und entfesselte Gewalt greifen um sich.
Claudia Bossard setzt ihre Auseinandersetzung mit der deutschen bürgerlichen Gesellschaft fort: Indem sie Schillers berühmten Klassiker als mentalitätsgeschichtliches Zeitdokument liest, ergründet sie das Zusammenspiel von Kultur, Ethik und Politik im Terror der Festung Familie.


