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Die schmutzigen Hände

in Kammerspiele
Uraufführung/Premiere am 22. Februar 2018
Hugo, ein junger Intellektueller aus dem fiktiven Illyrien, schließt sich der Kommunistischen Partei an, um mit seiner bourgeoisen Herkunft zu brechen. Im Klassenkampf sieht er sich mit der Frage konfrontiert, wie man in Zeiten politischer Krisen das Richtige tun kann, ohne mit schmutzigen Händen dazustehen.
© Thilo Beu

Als sich der Parteiführer Höderer, vom radikalen Flügel der Partei für seinen Pragmatismus verachtet, auf Verhandlungen mit der faschistischen Bewegung und den liberal-nationalistischen Kräften der Regierung einlässt, um seiner Partei nach der bevorstehenden Befreiung von den deutschen Besatzern die Macht zu sichern, scheint Hugos Stunde gekommen, die Ernsthaftigkeit seiner Absicht unter Beweis zu stellen. Höderer soll beseitigt werden. Und Hugo, der als persönlicher Sekretär bei Höderer eingeschleust wird, soll den Mord ausführen.

Doch je länger der Idealist Hugo beim Realisten Höderer arbeitet, je tiefer er Einblick in dessen Beweggründe erhält, desto weiter zögert er die Tat hinaus. Der charismatische Politiker imponiert ihm und nimmt Hugo trotz inhaltlicher Differenzen in seinen Wünschen und Zielen ernst. Wie also den bevorstehenden Auftrag rechtfertigen? Als er dann aber seine Frau in den Armen des Parteivorsitzenden sieht, zieht Hugo seine Waffe und tötet Höderer im Affekt.

In seinem 1948 entstandenen Drama stellt Sartre die Frage nach der politischen Verantwortlichkeit des Einzelnen und nach der Verhältnismäßigkeit von ideellem Ziel und realer Lage. Wie kann man in Zeiten globaler sozialer und demokratischer Krisen das „Richtige“ tun, ohne am Ende mit „schmutzigen Händen“ dazustehen?

Marco Štorman ist für einen sinnlichen und ästhetischen Regiestil bekannt, mit dem er auch analytische und theoretische Texte zu einem lebendigen Theatererlebnis werden lässt. Er inszeniert u.a. in Bremen, Dresden, Wien, Stuttgart und Luzern. Nach der Uraufführung DER ZORN DER WÄLDER in der vergangenen Spielzeit ist DIE SCHMUTZIGEN HÄNDE seine zweite Arbeit am Theater Bonn.

Mitwirkende

Manuel Zschunke(Schauspieler/in)
Daniel Breitfelder(Schauspieler/in)
Maya Haddad(Schauspieler/in)
Laura Sundermann(Schauspieler/in)
Philipp Basener(Schauspieler/in)
Benjamin Berger(Schauspieler/in)
Anika Marquardt(Bühnenbild)
Anna Rudolph(Bühnenbild)
Gordian Gleiß(Komponist/in)
Sirko Lamprecht(Lichtdesign)
Male Günther(Dramaturgie)
Emanuel Tandler(Regieassistenz)
Maria Strauch(Bühnenbild)
Hans-Jürgen Schmidt(Bühnentechnik)
Heike Hülsebusch(Bühnentechnik)
Götz Gericke(Regieassistenz)

Spielzeiten

Donnerstag, 22. Februar 2018 (Premiere / Uraufführung)
Mittwoch, 28. Februar 2018
Sonntag, 04. März 2018
Samstag, 17. März 2018
Freitag, 23. März 2018

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