Das am 19. März 1799 im alten Wiener Burgtheater erstmals öffentlich aufgeführte monumentale Oratorium „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn erzählt die Erschaffung der Welt nach biblischem Vorbild in plastischen Bildern mit einer empfindsam-illustrierenden und eingängigen Tonsprache. Haydn eröffnet darin eine optimistische Weltsicht als Vision einer im Licht der Aufklärung zur Vernunft gekommenen Menschheit.
In ihrer Adaption des Oratoriums für den Tanz vollzieht Ballettdirektorin Jutta Ebnother das Werden der Welt vom anfänglichen Chaos über die Erschaffung der leblosen und der belebten Natur bis zum Menschen choreographisch nach und stellt dabei die Frage, wie wir aus der Erfahrung unserer eigenen Lebensrealität heraus der Schöpfung heute begegnen.
Musikalische Leitung: Michael Ellis Ingram,
Choreographie: Jutta Ebnother,
Bühnenbild: Flurin Madsen,
Kostüme: Adriana Mortelliti,
Choreinstudierung: Joseph Feigl,
Dramaturgie: Peter Larsen

