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Einsame Menschen

in Schauspielhaus Chemnitz
Uraufführung/Premiere am 26. Januar 2019
Die Familie kann ein Ort von Nähe und Geborgenheit sein, aber auch der Ursprung größten Unglücks. In „Einsame Menschen“ untersucht die Regisseurin Nina Mattenklotz die Entstehung von Einsamkeit und Kommunikationslosigkeit in einem engen Familienkreis.

Das Paar Johannes und Käthe Vockerat: ihr Sohn ist gerade geboren – doch die rechte Freude will sich nicht einstellen. Johannes steckt mit seiner wissenschaftlich-philosophischen Arbeit in einer Schaffenskrise. In Käthe findet er nicht die Partnerin, mit der er darüber reden könnte. Käthe wiederum steckt in einer tiefen Kinnbettdepression – ein Tabuthema unserer Gesellschaft, so kann auch sie darüber nicht reden. Die Eltern von Johannes versuchen mit aller Kraft, die Fassade der guten Familie aufrechtzuerhalten. Doch mehr als altüberlieferte Floskeln fallen ihnen dazu nicht ein.

In diese Atmosphäre des schmerzlichen Stillstands tritt die junge und emanzipierte Studentin Anna Mahr in die Familie ein. Sie erweist sich für Johannes als adäquate Gesprächspartnerin, die sein philosophisches Interesse teilt – eine Verwandte im Geiste. Doch statt sie als Eindringling zu betrachten, als konkurrierende Frau, die die Familienidylle zu bedrohen scheint, untersucht Mattenklotz mit dem Einbruch des Fremden auch die Möglichkeit, neue Lebensformen auszuloten und hinterfragt damit auch unsere männlichen und weiblichen Rollenbilder sowie Beziehungsmuster.

Das Inszenierungsteam

Nina Mattenklotz (Regie) wurde 1980 in Gütersloh geboren und studierte von 2000 bis 2004 Medienkultur, Neuere deutsche Literatur und Psychologie an der Universität Hamburg. Von 2004 an folgte ein Regiestudium an der Theaterakademie Hamburg, das sie 2008 mit der Inszenierung „Woyzeck“ auf Kampnagel abschloss. Im selben Jahr wurde sie mit dem Doctores-Völschau-Preis für Nachwuchsregie ausgezeichnet. Einige ihrer in der Studienzeit erarbeiteten Inszenierungen wurden zu Festivals, wie dem Körber Studio Junge Regie („Elektra“) und dem Heidelberger Stückemarkt, eingeladen. Als freie Regisseurin inszenierte sie u. a. am Schauspielhaus Wien die österreichische Erstaufführung von „Die Eisvögel“ sowie Rainer Werner Fassbinders „Katzelmacher“ am Schauspielhaus Graz und „Romeo und Julia“ am Theater Luzern. Am Theater Bremen inszenierte sie Astrid Lindgrens „Pippi Langstrumpf“ sowie die Uraufführung „Ännie“ von Thomas Melle. Am Schauspielhaus Chemnitz inszenierte sie bisher das Gewinnerstück des Chemnitzer Theaterpreises für junge Dramatik „Die Zärtlichkeit der Hunde“ von Uta Bierbaum (2016) sowie „Die Räuber“ von Friedrich Schiller (2017).

Mitwirkende

Cino Djavid(Schauspieler/in)
Isabell Giebeler(Schauspieler/in)
Vanessa Czapla(Schauspieler/in)
Robert Prinzler(Schauspieler/in)
Tobias Beyer(Schauspieler/in)
Cora Saller(Bühnenbild)
Martina Küster(Kostümbild)
Stefan Paul Goetsch(Komponist/in)
Claudia Lowin(Dramaturgie)
Jan Gerrit Brüggemann(Schauspieler/in)
Magda Decker(Schauspieler/in)
Seraina Leuenberger(Schauspieler/in)
Christian Ruth(Schauspieler/in)
Susanne Stein(Schauspieler/in)
Andreas Manz-Kozár(Schauspieler/in)
Johanna Pfau(Kostümbild)

Spielzeiten

Samstag, 26. Januar 2019 (Premiere / Uraufführung)
Donnerstag, 31. Januar 2019
Freitag, 15. Februar 2019
Samstag, 23. Februar 2019

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