Zukunftsangst und Sorgen wegen Arbeitslosigkeit, mit denen sich verstärkt breitmachende rechtspopulistische Tendenzen im ganzen Land verbunden zu sein scheinen, lassen sich so kurzfristig verdrängen. Denn die Welt scheint ohnehin dem Untergang geweiht. Oder besteht doch noch die Chance auf Rettung?
Mit seinem 1931 unter dem Titel Fabian. Die Geschichte eines Moralisten veröffentlichten Roman malte Erich Kästner ein Zerrspiegelbild Berlins und seiner Bevölkerung kurz vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Der erste Erwachsenenroman nach seinen bekannten Kinderbüchern Emil und die Detektive sowie Pünktchen und Anton schildert im Rausch einer modernen Großstadt mitunter autobiografisch eingefärbt eine auch 87 Jahre später nicht unvertraut scheinende Welt, in welcher der Protagonist oft überfordert zurückbleibt.

