Überwachung vs. Freiraum
Die britische Autorin schafft es alleine durch präzise Dialoge eine Welt zu erschaffen, in der ein totalitärer Staat, der an George Orwell erinnert, mit einem System der lückenlosen Überwachung das Überleben der Menschen sichert, jeglicher Freiraum, wie wir ihn kennen, aber auf der Strecke bleibt. Während Samuel sich von der verordneten Paranoia, das Land sei von unsichtbaren Füchsen bedroht, anstecken lässt, kämpft seine Frau Judith mit allen Mitteln um ihre Ehe und den Hof.
Ohne die typischen Merkmale des Genres zu bemühen, erzeugt die britische Autorin Dawn King in ihrem konzentrierten Kammerspiel eine Atmosphäre, in der sich der Zuschauer sehr bald fragt, was hier wirklich passiert und was nur Einbildung oder Alptraum ist. Und damit trifft das Stück mitten ins Schwarze bei den Fragen nach unserer Zukunft in Zeiten von erstarkendem Nationalismus, Klimawandel und Erosion der Demokratie.


