Kinder malen Soldaten ohne Köpfe. Menschen leiden unter Verfolgungs- und Sicherheitswahn. Wir erleben Folterszenen und Verzweiflungen der jungen Soldaten. Eine Mutter gerät über die Nachricht vom Tod ihres Sohnes in den Wahnsinn. Der Krieg selbst personifiziert sich in alptraumartigen Todesengeln. Denunziation und Gewaltbereitschaft auch beim Theaterpublikum? Der Krieg geht weiter. Ravenhill entwirft ein Mosaik, skrupellos, komisch, abstoßend und faszinierend. Großes politisches Theater: 11 Szenen voller bösen Humors, Scharfblick und großer Menschenliebe hat Claus Peymann mit 15 Schauspielern ausgewählt und als bitterbösen Reigen inszeniert.
Freedom and democracy wurde nach der Premiere flächendeckend verrissen. Auch das Publikum schenkte dem Anti-Kriegsstück wenig Aufmerksamkeit und Claus Peymann plante nach einigen Monaten die Absetzung seiner Inszenierung.
Allerdings wurde er immer wieder, besonders in anschließenden Publikumsgesprächen, von leidenschaftlichen Anhängern der Aufführung ermutigt, dass das Theater solch brisante Aufführungen braucht - und man das Stück auch vor wenig Publikum weiterspielen solle!
Claus Peymann hat das Stück nun mit den Schauspielern überarbeitet und neu eingerichtet.

