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Gertrud

Uraufführung/Premiere am 15. Dezember 2017
Gertrud pflegt ihren kranken Mann Willy bis zu seinem Tod. Allein in der thüringischen Kleinstadt Sangerhausen versucht sie, sich neu zurechtzufinden, begleitet von ihren Erinnerungen und der Sehnsucht nach einer neuen Liebe.

Einar Schleefs Roman Gertrud ist ein eigenwilliger, sprunghafter, sich preisgebender Erzählsturm. Schleef schrieb den fiktionalen Monolog seiner Mutter Gertrud, einer Näherin, als ein schroffes und wütendes, sehnsüchtiges und gieriges sich Mitteilen einer „anständigen Frau“, aber auch als eine an ihren Toten vereinsamende Geschichte des 20. Jahrhunderts zwischen Kaiserreich und später DDR. Mit dem Hintergrund der Industrie- und Bergbaustadt Sangerhausen verweist Schleef zugleich auf die Zerrüttung der Verheißungen des industriellen Zeitalters und dessen proletarischer Milieus, verweist auf kleinbürgerlichen Überlebenszwang und das beständige Ausbleiben der Zukunft.

Mitwirkende

Dorien Thomsen(Bühnenbild)
Ulrich Beck(Dramaturgie)
Antonia Bill(Schauspieler/in)
Wolfram Koch(Schauspieler/in)
Almut Zilcher(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Freitag, 15. Dezember 2017 (Premiere / Uraufführung)
Donnerstag, 21. Dezember 2017
Donnerstag, 04. Januar 2018
Dienstag, 23. Januar 2018

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