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Turandot

Uraufführung/Premiere am 04. März 2017
Die unnahbare Prinzessin Turandot ist bekannt für ihre grausamen Rätsel, die sie den Freiern stellt. Wer scheitert, verliert sein Leben, doch die Einsamkeit ist der wahre Preis, den Turandot für ihre Macht zahlt.

Doch die Todesgefahr kann die jungen Freier nicht schrecken. Je grausamer die Prinzessin ihr Spiel mit ihnen treibt, umso stärker erstrahlt sie in einer Aura, die sie vor jeglicher Inbesitznahme durch einen Mann schützen soll. So wollen es alle Turandot-Märchen. Doch die Rätselprinzessin gehört nicht zur Gattung der männerfeindlichen Amazonen und Zauberinnen. Ihr Wesen ist archaischer Natur, rückbezogen auf den gewaltsamen Tod einer Urahnin, den sie im Glauben an die Wiedergeburt rächen will. Der Preis für diese selbst auferlegte Passion ist die Einsamkeit, unter der Turandot, ohne es zuzugeben, am meisten leidet.

„Turandot“ ist Puccinis letzte Oper, die er nicht mehr vollenden konnte, weil er mitten in der Arbeit einem tödlichen Kehlkopfleiden erlag. Das ist umso tragischer, da diese Oper als einziges seiner Bühnenwerke einen glücklichen Ausgang nehmen sollte. Aber für das große Schlussduett zwischen Kalaf und Turandot, in dem sich die Wandlung der Prinzessin vollziehen und mit einem emphatischen Kuss der Liebenden besiegelt werden sollte, blieb Puccini keine Zeit mehr. Er hinterließ ein unvollendetes Werk, das trotz der musikalischen Vervollständigung durch Franco Alfano 1924 oder Luciano Berio 2002 rätselhaft bleibt.

Für dieses Rätsel eine Deutung zu finden, hat sich Huan-Hsiung Li, Mitbegründer und künstlerischer Leiter der „Creative Society“, einer der populärsten und innovativsten Theatergruppen Taiwans, vorgenommen. Er betrachtet Puccinis „Turandot“ aus dem Blickwinkel seiner eigenen kulturellen Herkunft und versteht die Oper als eine Parabel auf ein China, das die Wunden seiner wechselvollen Vergangenheit durch den Aufstieg zu einer beherrschenden Weltmacht zu überdecken sucht.

Dramma lirico in drei Akten

Libretto von Giuseppe Adami und Renato Simoni nach der „Fiaba chinese teatrale tragicomica“ von Carlo Lucio Graf Gozzi und der deutschen Bearbeitung als „Turandot, Prinzessin von China. Ein tragikomisches Märchen“ von Friedrich von Schiller in der italienischen Übersetzung von Andrea Maffei

Aufführung der von Franco Alfano ergänzten Version

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Dauer: ca. 2 ½ Stunden, eine Pause

Empfohlen ab 14 Jahren

Mitwirkende

Wen-Pin Chien(Musikalische Leitung)
Jo-Shan Liang(Bühnenbild)
Hsuan-Wu Lai(Kostümbild)
Jun-Jieh Wang(Videodesign)
Volker Weinhart(Lichtdesign)
Linda Watson(Schauspieler/in)
Wolfgang Schmidt(Schauspieler/in)
Günes Gürle(Schauspieler/in)
Yonghoon Lee(Schauspieler/in)
Anke Krabbe(Schauspieler/in)
Dmitri Vargin(Schauspieler/in)
Johannes Preißinger(Schauspieler/in)
Luis Fernando Piedra(Schauspieler/in)
Richard Šveda(Schauspieler/in)
Bryan Lopez Gonzalez(Schauspieler/in)
Yi-An Chen(Tänzer/in)
Wen-Pin Chien(Musikalische Leitung)
Jo-Shan Liang(Bühnenbild)
Hsuan-Wu Lai(Kostümbild)
Jun-Jieh Wang(Videodesign)
Volker Weinhart(Lichtdesign)
Justine Wanat(Bühnentechnik)
Morenike Fadayomi(Schauspieler/in)
Wolfgang Schmidt(Schauspieler/in)
Günes Gürle(Schauspieler/in)
Gustavo Porta(Schauspieler/in)
Brigitta Kele(Schauspieler/in)
Dmitri Vargin(Schauspieler/in)
Johannes Preißinger(Schauspieler/in)
Luis Fernando Piedra(Schauspieler/in)
Richard Šveda(Schauspieler/in)
Bryan Lopez Gonzalez(Schauspieler/in)
Yi-An Chen(Tänzer/in)

Spielzeiten

Samstag, 04. März 2017 (Premiere / Uraufführung)
Sonntag, 02. April 2017
Samstag, 08. April 2017
Donnerstag, 20. April 2017

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