Erst im Zuge der Verdi-Renaissance in den 1920er-Jahren wurde auch dem auf Schillers gleichnamigen Schauspiel basierenden Don Carlo jene Publikumsgunst zuteil, deren sich viele andere Werke Verdis schon längst erfreuten. Stärker noch als in seinen anderen Opern stehen in Don Carlo Personen im Mittelpunkt, in deren Leben sich Politik und privates Handeln miteinander verstricken, wobei Verdi, anders als Friedrich Schiller, den persönlichen Konflikten Vorrang vor den politischen Ideen einräumte. Zur Premiere gelangt die vieraktige italienische Mailänder Fassung.
DRAMMA LIRICO IN VIER AKTEN
TEXT VON JOSEPH MÉRY UND CAMILLE DU LOCLE
Dirigent: Franz Welser-Möst
Regie: Daniele Abbado | Bühne: Graziano Gregori
Kostüme: Carla Teti | Chorleitung: Thomas Lang

