Theaterkompass.de Logo

Dantons Tod

Uraufführung/Premiere am 24. März 2018
Robespierre hat die Macht an sich gerissen und lässt unentwegt Gegner hinrichten. Sein einziger Gegner auf Augenhöhe ist Danton – doch dafür scheint Dantons Zeit noch nicht gekommen.

Desungeachtet verhöhnt Danton Robespierre in einem persönlichen Gespräch wegen dessen zur Schau getragenen Tugendhaftigkeit. Umso leichter folgt Robespierre dem Ratschlag des jungen Fanatikers Saint-Just, Danton und seine engsten Verbündeten, Hérault de Séchelles und Camille Desmoulins, festnehmen zu lassen. Obwohl Danton frühzeitig von der drohenden Verhaftung erfährt, weigert er sich zu fliehen und liefert sich somit indirekt Robespierre aus.

Danton und seine Freunde sind im Gefängnis. Auf die Hilfe der Massen, die ursprünglich geschlossen hinter Danton gestanden sind, kann er sich nicht mehr wirklich verlassen – die offizielle Meinung beginnt sich bereits, zumindest teilweise, gegen ihn zu wenden.

Vor dem Revolutionstribunal kann sich der von seinen Gegnern gefürchtete Rhetoriker Danton gekonnt verteidigen, sodass er kurzzeitig wieder Oberhand gewinnt. Doch Saint-Just legt gefälschtes Belastungsmaterial gegen die Beschuldigten vor. Danton klagt daraufhin Robespierre, Saint-Just und ganz allgemein die „Raben des Wohlfahrtsausschusses“ des Hochverrats an. Die Zuhörer sind gespalten und die Gefangenen werden mit Gewalt abgeführt.

Vor dem versammelten Volk werden Danton und seine Freunde guillotiniert – die Hinrichtung wird von der Menge jubelnd gefeiert und mit gebrüllten „Heil!“-Rufen quittiert.

Desmoulins irrsinnig gewordene Gattin Lucile besiegelt, nach ihrem Lied vom Schnitter Tod, mit den Worten „Es lebe der König“ auch ihr eigenes Schicksal.

Über viele Jahrzehnte belebten nicht weniger als vier Opern sowie fünf Ballette von Gottfried von Einem den Spielplan der Wiener Staatsoper. Anlässlich des 100. Geburtstags des – wie er sich gerne selbst bezeichnete – „Componisten“ kehrt nun jenes Werk zurück, mit dem ihm 1947 bei den Salzburger Festspielen der große internationale Durchbruch gelungen war: Dantons Tod. Von Einem hatte die Büchnersche Revolutions-Tragödie kongenial für das Musiktheater neu erschaffen und gemäß dem Postulat seines Lehrers Boris Blacher das Musikalische und Theatralische so ineinander verschränkt, dass die Zuhörer die dramatischen Begebenheiten auf musikalischem Wege optimal vermittelt bekommen.

Mitwirkende

Susanna Mälkki(Musikalische Leitung)
Rainer Sinell(Bühnenbild)
Alfred Mayerhofer(Kostümbild)
Martin Schebesta(Dramaturgie)
Wolfgang Koch(Schauspieler/in)
Herbert Lippert(Schauspieler/in)
Jörg Schneider(Schauspieler/in)
Thomas Ebenstein(Schauspieler/in)
Ayk Martirossian(Schauspieler/in)
Clemens Unterreiner(Schauspieler/in)
Wolfgang Bankl(Schauspieler/in)
Igor Derntl(Schauspieler/in)
Marcus Pelz(Schauspieler/in)
Alexandra Yangel(Schauspieler/in)
Olga Bezsmertna(Schauspieler/in)
Ildikó Raimondi(Schauspieler/in)
Zoryana Kushpler(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Samstag, 24. März 2018 (Premiere / Uraufführung)
Dienstag, 27. März 2018
Samstag, 31. März 2018
Dienstag, 03. April 2018
Freitag, 06. April 2018
Montag, 09. April 2018

Teile den Beitrag auf

Background image of the page