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If you were God

Uraufführung/Premiere am 22. März 2019
Der dreiteilige Tanzabend von Martin Harriague thematisiert die Fragen der Schöpfung und die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Konstrukten. Durch den menschlichen Körper wird die Virtuosität des Tanzes mit biblischen Motiven und aktuellen politischen Themen verknüpft.

Zu Gast ist in dieser Spielzeit der französische Choreograph Martin Harriague, dessen Arbeiten es sich zum Ziel machen, gesellschaftliche Konstrukte zu hinterfragen und die Aussichten einer besseren Welt einzufordern und zu erforschen. Ausgehend vom menschlichen Körper als virtuoses Wesen sucht Harriague, der neben seinen Engagements als Tänzer und seinen choreographischen Projekten auch Musik komponiert, die Grenzen verschiedener Kunstformen zu überschreiten. Harriagues dreiteiliger Tanzabend bewegt sich in einem Spannungsfeld zwischen göttlicher Schöpfung, Macht und der Virtuosität menschlicher Körper.

„If you were God? What would you create first?” ist die Frage, der sich ein Tanzpaar im namensgebenden Stück des Abends stellen muss. Der Wille zur eigenen Schöpfung und die Auseinandersetzung mit biblischen Motiven ebendieser zeigt sich auf sinnlicher Ebene im Wechsel zwischen Harmonie und Konflikt.

In „Prince“ stellt Harriague eine zentrale Figur des klassischen Balletts in den Mittelpunkt, um sie einmal genauer zu betrachten. Wer ist eigentlich dieser edle Prinz, der immer verfügbar ist, um unschuldige Prinzessinnen zu retten, und wie viel Trug findet sich in so einer märchenhaften Vorstellung?

Abgerundet wird der Abend durch die Neukreation „America“, die Donald Trump in den Fokus rückt. Als Ausdruck eines Zeitgeschehens bildet er den Ausgangspunkt für Harriague, um einen tänzerischen Blick auf aktuelle politische Themen zu finden.

Martin Harriague begann seine Laufbahn als Tänzer bei Thierry Malandain, der in Leipzig mit seiner Choreographie „Don Juan / Mozart à deux“ begeisterte. Nach verschiedenen Stationen war für Harriague die Zeit mit der Kibbutz Contemporary Dance Company eine prägende Erfahrung. Er gewann zahlreiche Nachwuchspreise, u. a. in Stuttgart, Hannover und Kopenhagen, und wurde unter anderem zum Ballet National de Marseille, zur Kibbutz Contemporary Dance Company und zum Malandain Ballet Biarritz eingeladen. Für den 31-jährigen Choreographen ist es wichtig, die Menschen unmittelbar zu erreichen und über den zeitgenössischen Tanz eingefahrene Sichtweisen auf das Leben zu verändern. Seine Choreographien versteht er als „messages of hope, love, tolerance and respect“.

Mitwirkende

Martin Harriague(Choreografie)
Martin Harriague(Komponist/in)
Mieke Kockelkorn(Kostümbild)
Peter Tschaikowski(Komponist/in)
Gioacchino Rossini(Komponist/in)
Beau Jennings(Komponist/in)
Richard Swift(Komponist/in)
Derrick C. Brown(Komponist/in)
Barry White(Komponist/in)

Spielzeiten

Freitag, 22. März 2019 (Premiere / Uraufführung)
Samstag, 23. März 2019
Sonntag, 07. April 2019
Sonntag, 28. April 2019
Samstag, 04. Mai 2019
Freitag, 17. Mai 2019

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