Seit 1999 befindet sich Deutschland wieder im Krieg – doch zu Hause ist davon wenig zu spüren. „Im Apparat der Kriege“ infiltriert die Hauptstadt mit persönlichen Berichten von Soldaten, Helfern und Journalisten der exportierten Kriege.
Es geht um Rohstoffsicherung und deutsche Interessen. Und die müssen zur Not mit der Waffe in der Hand gesichert werden. Das sagen sie auch. Deswegen muss ja heutzutage niemand mehr zurücktreten. | Jan van Aken, Mitglied des auswärtigen Ausschusses im Bundestag
Die interaktive Inszenierung lotst die Besucher in einem dreitägigen Trip per Handy und Internet an vertraute und abseitige Orte Berlins. Der Alltag der Hauptstadt vermischt sich im Schwimmbad wie in der Boxhalle mit den Erzählungen eines Chirurgen, der unter anderem im Irak im Einsatz war oder mit den Geschichten eines Kriegsfotografen, der von der Entstehung seiner Bilder berichtet. In Begegnungen mit Akteuren entscheidet jeder Zuschauer selbst, welche Szenarien sich ihm in diesem speziellen "Kriegstheater" eröffnen. Welche Bilder, Erinnerungen und Erfahrungen bringen die Menschen von dort mit?
„Und dann steh ich und da kommt irgendso’n Lappen, so’n Offizier und sagt: ‚Was haben Sie denn gemacht, ´n Schwein geschlachtet?‘ Dann hab ich die Hände gesehen, die Schuhe, diese sandfarbenen Schuhe, die waren rot mit Blut. Die Hose, diese Flecktarnhose, alles blutig. Da hab ich erst mal begriffen, was eigentlich passiert ist.“ | deutscher Ex-Elitesoldat
Die Performance findet an verschiedenen Orten zu unterschiedlichen Zeiten statt. Nach der Anmeldung werden die Teilnehmer per SMS und Email auf dem Laufenden gehalten. Jeder Teilnehmer entscheidet selbst, was und wie viel er sehen möchte. Ticketkauf sowie Ein- und Ausstieg sind jederzeit möglich. Willkommen im Backstage-Bereich des modernen Kriegstheaters!
Info und Anmeldung www.apparatderkriege.de

