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Iphigénie en Tauride

in Opernhaus Zürich (Gebäude)
Uraufführung/Premiere am 02. Februar 2020
Viel Blut ist geflossen in der Familiengeschichte des Atridengeschlechts. Um die Göttin Diana auf dem Weg in den trojanischen Krieg günstig zu stimmen, opferte Agamemnon seine Tochter Iphigénie. Jahre später rächt Iphigénies Mutter, Klytämnestra, diese Tat, indem sie Agamemnon umbringt.

Orest, Iphigénies Bruder, wiederum rächte den Mord an seinem Vater, indem er die eigene Mutter tötete. Seitdem wird er von den Eumeniden, den Rachegöttern, gequält. Das Orakel von Delphi verspricht Orest Befreiung von seinen Qualen, wenn er die Statue der Diana aus Tauris nach Griechenland zurückholt. In Tauris lebt Iphigénie, die von Diana im letzten Moment vor ihrer Opferung gerettet wurde, als deren Priesterin.

Thoas, König der barbarischen Skythen auf Tauris, zwingt Iphigénie, jeden Fremden, der sich der Halbinsel nähert, auf dem Altar der Diana zu opfern. Als sie auch Orest opfern soll, erkennt sie ihn als ihren Bruder und weigert sich, erneut zu töten. In den daraufhin ausbrechenden Kampf zwischen Griechen und Skythen greift die Göttin Diana ein und zeigt einen Ausweg aus dem blutigen Kreislauf: Sie befreit Orest von seiner Schuld und schickt die Geschwister zurück nach Mykene, wo sie gemeinsam die Herrschaft übernehmen sollen.

Gluck, der große Erneuerer, machte aus der statischen französischen Oper des 18. Jahrhunderts ein lebendiges Drama menschlicher Leidenschaften und setzte die inneren Konflikte der Figuren überwältigend in Szene. Erstmals nimmt sich Cecilia Bartoli, die endlich wieder in einer Neuinszenierung in Zürich zu erleben ist, dieses viel zu selten aufgeführten Komponisten an. Intendant Andreas Homoki inszeniert, die musikalische Leitung des Orchestra La Scintilla hat Gianluca Capuano.

Libretto von Nicolas-François Guillard nach der gleichnamigen Tragödie von Claude Guimond de La Touche. Musikalische Leitung Gianluca Capuano, Inszenierung Andreas Homoki, Gesamtausstattung Michael Levine, Lichtgestaltung Franck Evin, Choreografische Mitarbeit Jean-François Kessler, Choreinstudierung Janko Kastelic, Dramaturgie Beate Breidenbach.

In französischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Werkeinführung jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

Mitwirkende

Cecilia Bartoli(Sänger/in)
Stéphane Degout(Schauspieler/in)
Frédéric Antoun(Schauspieler/in)
Jean-François Lapointe(Schauspieler/in)
Justyna Bluj(Sänger/in)
Katia Ledoux(Schauspieler/in)
Gianluca Capuano(Musikalische Leitung)
Michael Levine(Bühnenbild)
Franck Evin(Lichtdesign)
Janko Kastelic(Choreografie)
Beate Breidenbach(Dramaturgie)

Spielzeiten

Sonntag, 02. Februar 2020 (Premiere / Uraufführung)
Dienstag, 04. Februar 2020
Donnerstag, 06. Februar 2020
Samstag, 08. Februar 2020
Dienstag, 11. Februar 2020
Sonntag, 16. Februar 2020
Donnerstag, 20. Februar 2020
Sonntag, 23. Februar 2020
Freitag, 28. Februar 2020 (Derniere / Letzte Vorstellung)

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