Während der Entstehungszeit der Oper setzte sich der Komponist intensiv mit dem Duktus der tschechischen Sprache auseinander: Er lauschte Alltagsgesprächen und transformierte diese in melodisches Material – und so ist auch „Jenůfa“ von sprachmelodischen Motiven durchzogen.
Gepaart mit Janáčeks eigenwilligen Rhythmen, dunkel anmutender Harmonik und klarer Instrumentation bringt das Werk die Seele des Dramas „Ihre Ziehtochter“ der mährischen Volksdichterin Gabriela Preissová feingliederig zur Geltung.
„Jenůfa“ steht als letzte Opernpremiere der laufenden Spielzeit auf dem Programm. Regie in dieser Produktion der Vlaamse Opera führte der renommierte Robert Carsen, der für seine Janáček-Inszenierungen große Anerkennung findet.
Dichtung vom Komponisten nach Gabriela Preissová in tschechischer Sprache mit deutschen Übertiteln.
Musikalische Leitung Tomáš Netopil, Inszenierung Robert Carsen, szenische Leiterin der Einstudierung Maria Lamont, Bühne und Kostüme Patrick Kinmonth, Choreinstudierung Alexander Eberle, Dramaturgie Ian Burton.
Eine Produktion der Vlaamse Opera.

