Und während Marc ernsthaft an Serges Verstand zweifelt, verzweifelt Yvan an seiner bevorstehenden Hochzeit und Serge an Marcs Ignoranz. Ein Wort gibt das nächste und der rasante Schlagabtausch der Freunde mündet in immer wahnwitzigeren Wortgefechten. Endlich scheint es an der Zeit, sich alles zu sagen, worüber man die letzten fünfzehn Jahre bewusst geschwiegen hat – und bewaffnet mit einem schier unerschöpflichen Vorrat verbaler Munition schießt jeder gegen jeden. Bis einer heult?
Unglaublich komisch und ziemlich böse: Nicht umsonst ist die Schriftstellerin, Schauspielerin und Regisseurin Yasmina Reza die weltweit meistgespielte zeitgenössische Dramatikerin. Ihre klugen und pointierten Konversationskomödien, längst moderne Klassiker des Komödienrepertoires, spielen so scharfsinnig wie humorvoll mit gesellschaftlichen Konventionen – und legen die Abgründe hinter der Fassade aufgeklärter Bürgerlichkeit offen. Das Stück „Der Gott des Gemetzels“, das wie auch „Drei Mal Leben“ bereits in Schwerin zu sehen war, wurde 2011 erfolgreich von Roman Polański verfilmt. Mit „Kunst“ gelang Yasmina Reza ihr erster großer Welterfolg.
aus dem Französischen von Eugen Helmlé
- Inszenierung: Martin Nimz
- Ausstattung: Luisa Pahlke

