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Lohengrin

Uraufführung/Premiere am 29. September 2018
Verbote haben es in sich. Meist verleiten sie uns erst zum Übertreten der Grenzlinien, die sie ziehen. Die Bedingung, die Elsas wie vom Himmel gefallener Helfer stellt, ist eine schwere Bürde, die an das Vertrauen und die Unschuld erinnert.

„I don’t care who you are / Where you’re from / What you did / As long as you love me”, versicherten die Backstreet Boys Ende des letzten Jahrtausends im Fahrwasser romantischer Liebesvorstellungen. Liebe braucht Vertrauen, und ein neues Glück vielleicht das restlose Vergessen alles Gewesenen. Elsa könnte es halten wie die Brabanter, die den Fremden, der das Zeug hat, ihre Gemeinschaft aus der Krise zu führen, als ihren Schützer feiern: Ein Wunder ist eben ein Wunder. Aber ein Zweifel ist auch ein Zweifel: Woher nimmt er sein Wissen? Was bezeugt ihm Elsas Unschuld? Ist er tatsächlich von ihr überzeugt? Kann eine Gemeinschaft ihren Neuanfang auf einem Geheimnis aufbauen? Elias Canetti stellte fest: „Die Wirkung der Fragen auf den Fragenden ist eine Hebung seines Machtgefühls.“ Aber macht nicht das Einfordern fraglosen Vertrauens ungleich mächtiger?

Romantische Oper in drei Aufzügen (Uraufführung 1850 in Weimar). Libretto vom Komponisten in deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln.

Mitwirkende

Cornelius Meister(Musikalische Leitung)
Raimund Orfeo Voigt(Bühnenbild)
Tina Kloempken(Kostümbild)
Saskia Schneider(Kostümbild)
Tamás Bányai(Lichtdesign)
Miron Hakenbeck(Dramaturgie)
Goran Jurić(Schauspieler/in)
Michael König(Schauspieler/in)
Simone Schneider(Schauspieler/in)
Martin Gantner(Schauspieler/in)
Okka von der Damerau(Schauspieler/in)
Shigeo Ishino(Schauspieler/in)
Torsten Hofmann(Schauspieler/in)
Heinz Göhrig(Schauspieler/in)
Andrew Bogard(Schauspieler/in)
Michael Nagl(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Samstag, 29. September 2018 (Premiere / Uraufführung)

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