Nichts scheint mehr zu überraschen, alles ist bekannt. Im Zeitalter des Offensichtlichen sind alle Informationen abrufbar. Doch wenn wir genau hinsehen und zuhören, ist unsere Umgebung plötzlich gar nicht mehr so offensichtlich. Wenn wir am Ufer des Sees stehen und auf das Wasser blicken, auf die Berge rundherum, mit den richtigen Augen, dann nehmen wir sie wahr: die mythische Welt abseits der bekannten Pfade. Bevölkert von ungeahnten Wesen.
Mundruczós Filme wurden mehrfach in Locarno und Cannes ausgezeichnet, seine Theater- und Operninszenierungen touren regelmäßig durch Europa. Er arbeitet an den größten Theater- und Opernhäusern. Seine Inszenierungen, die er mit seiner freien Ungarischen Gruppe «Proton Theater» gemacht hat, touren regelmäßig durch Europa. Bekannt für seine Grenzgänge zwischen den Genres, sucht er immer wieder nach neuen Ausdrucksformen für Themen, die sich mit lokalen Ereignissen beschäftigen, um auf größere Zusammenhänge zu schließen. «Traumland» ist eine Einladung an das Publikum, die Sparte Schauspiel zu begleiten, wenn sie neue Ufer betritt.
Kornél Mundruczó: 1975 geboren, studierte Schauspiel- und Filmregie und gründete 2003 seine eigene Produktionsfirma in Budapest. Sein erster Film im Jahre 1999 mit dem Titel «Das wünsche ich und nichts mehr» wurde beim 31. Ungarischen Filmfestival als «Bestes Debüt» und von den ungarischen Filmkritikern als «Film des Jahres» ausgezeichnet. Danach folgten fünf Kurz- und sechs Spielfilme, die zahlreiche internationale Preise gewannen (u.a. in Cannes und Locarno). Auf den Internationalen Filmfestspielen von Cannes wurde sein Filmdrama «Underdog» 2014 in der Sektion «Un Certain Regard» mit dem Hauptpreis bedacht. 2017 lief «Jupiters Moon» im offiziellen Wettbewerb in Cannes. Theater-Inszenierungen wie «Das Eis» von Vladimir Sorokin und «Frankenstein-Projekt» machen ihn international bekannt.
Die Arbeiten mit seiner ungarischen Theatergruppe «Proton Theater» werden weltweit auf Festivals eingeladen, u.a. nach Adelaide, Avignon, Wien, Seoul und Singapur.

