Einen der ersten und brutalsten Kolonisationsfeldzüge, die Zerstörung des Azteken-Reiches unter Motezuma, nahm sich der umjubelte venezianische Opernkomponist 1733 zum Thema und gab der grausamen Geschichte eine geradezu utopistische Wendung: Hernán Cortés und der Azteken-König reichen sich die Hand im Friedensschluss. Erst 1999 wurden große Teile der Handschrift wiederentdeckt und für die Musikpraxis erschlossen. Nur sehr wenige Einstudierungen dieses ganz besonderen Werkes hat es seitdem an deutschen Opernhäusern gegeben – das Ulmer Musiktheater wird ab 2018 dazugehören.
Dramma per musica in drei Akten von Girolamo Alvise Giusti
Musik von Antonio Vivaldi
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Musikalische Leitung: Michael Weiger
Inszenierung: Antje Schupp
Bühne & Kostüme: Mona Hapke
Dramaturgie: Matthias Kaiser
Das Philharmonische Orchester der Stadt Ulm

