Für Anna Fierling – genannt Mutter Courage – ist der Krieg ein gutes Geschäft. Als Marketenderin zieht sie mit ihren drei erwachsenen Kindern den Armeen nach und schließt sich mal den Protestanten und mal den Katholiken an.
Nichts fürchtet sie mehr als den Frieden und damit den Verlust ihrer Gewinnchancen. Dabei verliert sie alles, was sie hat: Ihre Tochter opfert als Heldin ihr Leben, beide Söhne werden erschossen und ihre große Liebe verliert sie an den Feind. Am Ende zieht Mutter Courage alleine weiter und macht Geschäfte.
Brecht schrieb seine „Chronik aus dem Dreißgjährigen Krieg“ 1939 im schwedischen Exil unter dem Eindruck des deutschen Überfalls auf Polen und schuf mit seiner Courage eine der faszinierendsten Frauenfiguren des Theaters.