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Permanente Beunruhigung

in Ballhaus Ost
Uraufführung/Premiere am 16. November 2018
Eine Begegnung, ein Wagnis, ein Festival! Mit dem international besetzten Performancefestival Permanente Beunruhigung wird 10 Jahre postmigrantisches Theater gefeiert. Künstler*innen kommen in verschiedenen Konstellationen zusammen, um einen offenen Arbeitsprozess zu gestalten.

Unruhe. Zeiten, in denen die Brüche einer Gesellschaft sichtbarer werden. Zeiten, in denen Misstrauen und Ablehnung Diskurse und Beziehungen fragmentieren. Was macht das mit uns? Wie gehen wir damit um? Sich zurückziehen, um Ruhe zu finden, ist eine Möglichkeit. Für wen? Wenn wir dieses Privileg des Rückzugsortes und der Unauffälligkeit im Sinne der Norm nicht haben, was dann?

Politische Ereignisse, gesellschaftliche Repressionen, alltägliche Attacken – manchmal genügt in diesem gesellschaftlichen Klima ein Blick, eine Berührung, und alles spannt sich, der Körper krampft. Das Gleichgewicht wiederzuerlangen verlangt eine Ausgleichsbewegung, ein eigenes Drehmoment, einen Gegenimpuls. Das ist der Beginn der Choreografie, der Komposition, der Performance.

Mit dem international besetzten Festival Permanente Beunruhigung feiern wir: 10 Jahre postmigrantisches Theater! Entsprechend dem Profil des Hauses wurden internationale und Berliner Künstler*innen, die zu den Themen Queerness, Feminismus, Black Live, Diaspora, Postkolonialismus, Afrofuturismus interdisziplinär arbeiten, zu einer Begegnung eingeladen. Profis ihrer Disziplin und Seismograf*innen gesellschaftlicher Bruchlinien kommen zu einer einmaligen, künstlerischen Herausforderung zusammen: Zwei Tage Probenzeit in einer nie zuvor versuchten Konstellation; und am dritten und am vierten Tag kommt die Arbeit zur Aufführung. Im Zentrum stehen Begegnung und Vertrauen – seitens der Performer*innen, des Hauses, des Publikums; sowie die besondere performative und inhaltliche Energie, die aus einer solchen intensivierten Begegnung entsteht.

23 Künstler*innen aus Amsterdam, Bangalore, Berlin, Belo Horizonte, Cartagena de Indias, Den Haag, Kairo, Kampala, Lomé und São Paulo setzen sich in fünf Konstellationen der Beunruhigung des Formats aus, der Begegnung und des offenen Arbeitsprozesses. Sie suchen in jeweils zwei Tagen die translokale Kooperation, die Intimität der künstlerischen Arbeitsbeziehung, das Gemeinsame und das Ziel. Denn das ist die Herausforderung Permanente Beunruhigung: die eigene Routine zu überwinden für eine gemeinsame Gravitation, um dann mit Wucht in die Öffentlichkeit zu gehen, für eine temporäre oder nachhaltige Beunruhigung.

Das Internationale Performancefestival Permanente Beunruhigung ist der Höhepunkt einer Serie, die im Frühjahr 2017 begann. Vol. I – IV. brachten an vier Wochenenden eindringliche Shows mit verschiedenen Künstler*innen.

Das Ballhaus Naunynstraße feiert sein 10-jähriges Bestehen als postmigrantisches Theater mit einem Festival translokaler Ausrichtung - ein Festival des Unvorhersehbaren und der Autonomie bei Abwesenheit von dramaturgischen Kontrollinstanzen.

Drei neue Shows entstehen: Beunruhigung 1 mit Dessa Ganda, Tanisha Vicky Germain, Ana Pi, TRVΛNIΛ. Beunruhigung 2 mit Quinsy Gario, Daniel Lima, Lobadys Pérez, meLê yamomo. Beunruhigung 3 mit Deepika Arwind, Linda Nabasa, Shaymaa Shoukry, Biliana Voutchkova.

Der Rahmen des Festivals bietet auch die Gelegenheit, zwei Performances, Ergebnisse der ersten Reihe von Begegnungen, neu zu bearbeiten und wiederaufzunehmen: UBUNTU und YOUR DEVICES.

In zwei Vernetzungstreffen werden intersektional Beunruhigungen und Angriffe reflektiert sowie politische und künstlerische Strategien des Schutzes und der öffentlichkeitswirksamen Beunruhigung zusammengetragen und neue entworfen. Impulse geben Daniel Lima und meLê Yamomo.

Mitwirkende

Bishop Black(Schauspieler/in)
Fritz Helder(Schauspieler/in)
Mmakgosi Kgabi(Schauspieler/in)
Dusty Whistles(Schauspieler/in)
Dessa Ganda(Autor/in)
Tanisha Vicky Germain(Schauspieler/in)
Ana Pi(Choreografie)
Quinsy Gario(Schauspieler/in)
Daniel Lima(Schauspieler/in)
meLê yamomo(Schauspieler/in)
Lobadys Pérez(Schauspieler/in)
Deepika Arwind(Schauspieler/in)
Linda Nabasa(Schauspieler/in)
Shaymaa Shoukry(Choreografie)
Biliana Voutchkova(Schauspieler/in)
Nasheeka Nedsreal(Schauspieler/in)
Zé de Paiva(Schauspieler/in)
Ricardo de Paula(Schauspieler/in)
Sofia Borges(Schauspieler/in)
Kenny Wesley(Sänger/in)

Spielzeiten

Freitag, 16. November 2018 (Premiere / Uraufführung)
Samstag, 17. November 2018
Sonntag, 18. November 2018

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