Basierend auf der gleichnamigen Novelle von Alexander Puschkin hat Tschaikowsky mit "Pique Dame" ein Meisterwerk geschaffen – eine große Operntragödie mit stark melodramatischen Zügen. Die Neuinszenierung obliegt der US-Amerikanerin Lydia Steier, die seit 2002 in Deutschland lebt und für ihre Regiearbeiten mehrfach ausgezeichnet wurde. "Mich reizt das Portrait einer selbstverliebten Gesellschaft. In ‚Pique Dame‘ ist sie glamourös und nicht unsympathisch, aber indifferent und eitel, geld- und statusbesessen. Davon sehe ich viel in unserer Zeit", erklärt die Regisseurin. "Das Hollywood der späten 1950er Jahre ist mein Pendant dazu. Dieser Ort und diese Zeit erlauben mir, wie Tschaikowsky zwei gegensätzliche Welten auszuloten." Dazu hat Bärbl Hohmann das Bühnenset entworfen, Ursula Kudrna die Kostüme.
In der Rolle der Gräfin gastiert die legendäre Hanna Schwarz zum ersten Mal an der Deutschen Oper am Rhein. Elisabet Strid, hier zuletzt als Sieglinde gefeiert, ist Lisa, Sergey Polyakov deren Liebhaber Hermann. Maria Kataeva (Polina), Alexander Krasnov (Graf Tomski) und Dmitry Lavrov (Fürst Jeletzki) übernehmen weitere Rollen im Sängerensemble, das "Pique Dame" zusammen mit dem Chor der Deutschen Oper am Rhein, den jungen Sängerinnen und Sängern der Akademie für Chor und Musiktheater und den Düsseldorfer Symphonikern zur Aufführung bringt.
Text von Modest Iljitsch Tschaikowsky nach der gleichnamigen Novelle von Alexander Puschkin. In russischer Sprache mit deutschen Übertiteln. Dauer ca. 3 ¼ Stunden, eine Pause. Empfohlen ab 14 Jahren.


