Doch während man Arien singt, in Erinnerung schwelgt, eine, den großen Bühnenauftritten entliehene Sprache pflegt und die Weltpolitik für ein Bühnenstück hält, steuert das Narrenschiff Europa unmittelbar auf die Wirklichkeit zu. Die geschlossene Gesellschaft muss in Seenot geratene Flüchtlinge aufnehmen, was zu skurrilen Begegnungen führt. Bis ein Kriegsschiff die Auslieferung der Schutzsuchenden fordert und es zur Katastrophe kommt.
Die opulente Inszenierung der Schauspiel- und Opern-Regisseurin Konstanze Lauterbach basiert auf dem bekannten Film des Oscar-Preisträgers Federico Fellini, erzählt mit träumerischer Leichtigkeit ebenso von menschlichen Werten wie der Hoffnung auf ein Happy End und erfindet – unter Einbeziehung der Singakademie Rostock – musikalische Bilder für die großen Menschheitsthemen des 21. Jahrhunderts.

