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Usher

in Staatsoper Unter den Linden
Uraufführung/Premiere am 12. Oktober 2018
Claude Debussy und Annelies Van Parys schaffen mit 'Usher' ein Kammermusiktheater, das die unheimlichen Aspekte der menschlichen Psyche erforscht. Inspiriert von Edgar Allan Poes Kurzgeschichte wird der Verfall des Hauses Usher eindrucksvoll musikalisch und theatral dargestellt.

Die Belgierin Annelies Van Parys gehört spätestens seit ihrer ersten auf einem Film Alfred Hitchcocks basierenden Oper »Private View« 2015 zu den innovativsten Komponistinnen des zeitgenössischen Musiktheaters und zeichnet sich durch ein besonderes Interesse für die Facetten der menschlichen Singstimme sowie eine eigenwillige Instrumentationsweise aus. Ausgehend von dem Material der unvollendet gebliebenen Oper – Debussy hinterließ neben mehreren Libretto-Entwürfen ein musikalisches Fragment von ca. 20 Minuten sowie einige Skizzenblätter – entwickelt Van Parys in Usher ein Kammermusiktheater, das auf spezifische Art und Weise die »Kategorie des Unheimlichen« musikalisch wie theatral erforscht.

Philippe Quesne, der neben der Regie auch für das Bühnenbild und die Kostüme verantwortlich ist, studierte Bildende Kunst, Grafikdesign und Bühnenbild in Paris und war zehn Jahre lang als Gestalter für Theaterhäuser, Opern und Ausstellungen zeitgenössischer Kunst tätig. Neben zahlreichen Regiearbeiten an verschiedenen Theatern inszeniert er Performances und Interventionen im öffentlichen Raum und der Natur und zeigt seine Installationen in Ausstellungskontexten. Seit Januar 2014 ist er Intendant des Théâtre des Amandiers Nanterre (Paris). Mit Usher gibt Philippe Quesne sein Opernregiedebüt.

Die Staatsoper Unter den Linden setzt mit Usher ihre Auseinandersetzung mit Debussy fort. Anlässlich seines 100. Todestages im März 2018 widmeten die Staatskapelle Berlin und Daniel Barenboim dem französischen Komponisten bereits 2017/18 einen Schwerpunkt: In verschiedenen Konzerten der Staatskapelle Berlin, u. a. bei den FESTTAGEN 2018 sowie beim Gastspiel im Wiener Musikverein, kam im Laufe der vergangenen Saison nahezu sein sinfonisches Gesamtwerk zur Aufführung. Darüber hinaus wurde erstmals nach 10 Jahren Debussys PELLÉAS ET MÉLISANDE in der Regie von Ruth Berghaus wiederaufgenommen. Auch in dieser Spielzeit ist die Oper – mit Rolando Villazón und Marianne Crebassa in den Titelrollen – an vier Abenden im Mai und im Juni 2019 an der Staatsoper Unter den Linden zu erleben.

Usher
Kammeroper (2018)
Musik von Claude Debussy / Annelies Van Parys
Text von Claude Debussy / Gaea Schoeters nach »The Fall of the House of Usher« von Edgar Allan Poe

   Musikalische Leitung
        Marit Strindlund
    Inszenierung, Bühnenbild, Licht
        Philippe Quesne
    Kostüme
        Philippe Quesne , Christin Haschke
    Dramaturgie
        Roman Reeger

Bild:  Claude Debussy

Mitwirkende

Annelies Van Parys(Komponist/in)
Christin Haschke(Kostümbild)
Roman Reeger(Dramaturgie)
David Oštrek(Schauspieler/in)
Martin Gerke(Schauspieler/in)
Ruth Rosenfeld(Schauspieler/in)
Dominic Kraemer(Schauspieler/in)
Marit Strindlund(Musikalische Leitung)

Spielzeiten

Freitag, 12. Oktober 2018 (Premiere / Uraufführung)
Sonntag, 14. Oktober 2018
Dienstag, 16. Oktober 2018
Freitag, 19. Oktober 2018
Sonntag, 21. Oktober 2018
Mittwoch, 24. Oktober 2018
Freitag, 26. Oktober 2018
Dienstag, 30. Oktober 2018

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