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Der goldne Topf

Uraufführung/Premiere am 05. Januar 2019
Ein Klassiker der schwarz-romantischen Literatur ist „Der goldne Topf“ von E.T.A. Hoffmann. Die Geschichte handelt von den verborgenen Wünschen und Dämonen der Träume und Alpträume im Widerspruch zum bürgerlichen Alltag.

Zum Inhalt

Wie so oft ist der Student Anselmus vom Pech verfolgt. Auf dem Weg zum Linkeschen Bade, wo er mit Bier und schönen Mädchen feiern will, rennt er mitten in einen Korb mit Äpfeln und Kuchen hinein, die ein altes Weib feilbietet. Er provoziert ein Riesengeschrei, sodass er, nur um der Situation zu entkommen, der Alten sein ganzes Geld in die Hand drückt. „Ja renne nur Satanskind … ins Kristall bald dein Fall“, flucht sie ihm hinterher. Verwirrt und einsam zieht Anselmus sich unter einen Holunderbusch zurück. Doch was ist das? Betörende Düfte steigen empor und drei zierliche Schlangen wispern ihm zu. Eine von ihnen hat unaussprechlich schöne blaue Augen, bei deren Anblick ihn ein seliger Schmerz durchströmt. Aber hat nicht Veronika, die Tochter seines Freundes Konrektor Paulmann, ebenso schöne Augen, mit denen sie ihn oft liebevoll anschaut?

Um seiner Geldnot zu entkommen, tritt Anselmus in die Dienste des Archivarius Lindhorst und kopiert für ihn wertvolle Manuskripte. Die Leute halten den Archivarius, der merkwürdige Geschichten von Drachen und Feuerlilien erzählt, für einen Phantasten. Aber in Anselmus wecken diese Erzählungen eine große Sehnsucht. Er möchte die schöne Schlange wiedersehen, die, wie sich herausstellt, Serpentina, die jüngste Tochter des Archivarius ist. Veronika träumt unterdessen von einem Leben an seiner Seite, wenn er einst Hofrat geworden ist. Anselmus weiß nicht warum, er fühlt sich hin- und hergerissen zwischen Veronika und den Aussichten auf ein geordnetes bürgerliches Leben und der Welt des Archivarius voller Bücher, Mythen und Farben und der schönen Schlange Serpentina. Doch dann passiert das, was Archivarius Lindhorst ihm unter Androhung schwerster Strafen verboten hat: Er bekleckst eines der kostbaren Manuskripte und wird zur Strafe in ein kristallenes Gefäß eingeschlossen. Die düstere Prophezeiung der Alten scheint sich zu erfüllen und der Weg nach Atlantis, in die Heimat von Serpentina, für immer versperrt …

Hoffmann verarbeitete eigene Zerrissenheit. Wie in vielen seiner Geschichten verarbeitete der im preußischen Staatsdienst stehende Jurist und zugleich mit vielen Talenten gesegnete Künstler E.T.A. Hoffmann seine eigene Zerrissenheit zwischen einem einträglichen, unaufgeregten bürgerlichen Leben und der Sehnsucht, sich ganz den schönen Künsten, der Literatur und dem ausschweifenden Leben hinzugeben.

Mit seinem „Märchen aus der neuen Zeit“ und der darin gezeichneten Vision von Atlantis setzte Hoffmann inmitten der Schlachten der antinapoleonischen Befreiungskriege auf die Kraft der Poesie.

Klang und Rhythmus. Die poetische Kraft des Märchens herauszuarbeiten, ist auch Kern der Arbeit von Maik Priebe. „Der goldne Topf“ ist ein virtuoses Sprachkunstwerk, dessen Wortlaut und Rhythmus der Regisseur in seiner Fassung konsequent beibehält und an dessen präziser sprachlicher Gestaltung er intensiv mit seinem Schauspielensemble arbeitet. Einen kongenialen Partner hat er dabei in dem Musiker und Audiokünstler Stefan Leibold, mit dem er zum wiederholten Mal zusammenarbeitet. Leibold erschafft Räume, Stimmungen und Situationen über Musik, Klanginstallationen, Stimmadapter und Sampler. So versucht das Inszenierungsteam die raffinierte Komposition des Textes in ihrer Verschmelzung märchenhafter und zuweilen abgründiger Phantasiewelten und der Darstellung des bürgerlichen Alltagslebens lebendig werden zu lassen.

Fassung für das Theater Heilbronn von Maik Priebe.

Mitwirkende

Stefan Leibold(Komponist/in)
Mirjam Meuser(Dramaturgie)
Anja Bothe(Schauspieler/in)
Romy Klötzel(Schauspieler/in)
Patrick Isermeyer(Schauspieler/in)
Sascha Kirschberger(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Samstag, 05. Januar 2019 (Premiere / Uraufführung)
Montag, 07. Januar 2019
Dienstag, 08. Januar 2019
Dienstag, 08. Januar 2019
Samstag, 12. Januar 2019
Montag, 14. Januar 2019
Montag, 28. Januar 2019
Dienstag, 29. Januar 2019
Mittwoch, 30. Januar 2019
Donnerstag, 31. Januar 2019
Donnerstag, 31. Januar 2019
Freitag, 01. Februar 2019
Montag, 04. Februar 2019
Montag, 04. Februar 2019
Dienstag, 05. Februar 2019
Mittwoch, 06. Februar 2019
Donnerstag, 07. Februar 2019
Freitag, 08. Februar 2019
Dienstag, 19. Februar 2019
Dienstag, 19. Februar 2019
Mittwoch, 13. März 2019
Donnerstag, 14. März 2019
Freitag, 15. März 2019
Dienstag, 09. Juli 2019
Donnerstag, 11. Juli 2019
Freitag, 12. Juli 2019 (Derniere / Letzte Vorstellung)

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