Erich Maria Remarques vorletzter Roman thematisiert Flucht und Vertreibung. Die Hauptfigur, Joseph Schwarz, spricht uns direkt an und möchte, dass wir für eine Nacht seiner Lebensgeschichte zuhören, die von seiner Flucht aus Osnabrück nach Lissabon erzählt. Am Ende müssen wir uns fragen, wie wir mit der Verantwortung umgehen.
Videoproduktionen als Erinnerungsebene spielen eine zentrale Rolle und sind ein Dialogpartner von Schwarz, verkörpert vom Schauspieler Thomas Kienast. Welche seiner Erinnerungen sind verlässlich und was möchte er lieber verdrängen? Die Inszenierung von Dominique Schnizer von Die Nacht von Lissabon thematisiert diese Fragen.
Inszenierung Christian von Treskow, Bühne Sandra Linde, Kostüme Kristina Böcher, Musik Jens-Uwe Beyer, Dramaturgie Jens Peters.