Gaetano Donizetti komponierte diese Oper a buffa angeblich in der Rekordzeit von 14 Tagen. Seine Musik beschreibt mit viel Witz die Charaktere: Adinas Lebhaftigkeit und Extravaganz werden immer sanfter, als sich ihre Gefühle ändern, Nemorinos Liebe zu Adina äussert sich in lyrischen Arien, der prahlerische Sergeant Belcore wirft sich auch stimmlich in die Brust, und der Geschäftsmann Dulcamara mit seinen vielen Versprechungen redet ohne Unterlass und tritt als wahrer Showman auf. In Donizettis grösstem Erfolg vermischen sich Sehnsucht und Fantasie, Romantik und Humor.
Der Opernklassiker kommt in der Umsetzung von Regisseur Ulrich Wiggers und Ausstatter Leif-Erik Heine als Familienoper auf die Bühne. Die musikalische Leitung hat Pietro Rizzo. Die Tatsache, dass es sich bei Donizettis L’elisir d’amore um eine Spieloper handelt, war für Ulrich Wiggers und Leif-Erik Heine der Ausgangspunkt für einen neuen Zugang zu dem 1832 uraufgeführten Werk. Sie fragten sich: Was wäre, wenn bei uns auf der Bühne Spielzeugfiguren wirklich zum Leben erwachten, wie wir es aus Erzählungen wie Nussknacker oder der Filmserie Toy Story kennen? Der Ausstatter hat in der Folge die Ecke eines Kinderzimmers im Massstab 20:1 nachgebaut. Für die Kostüme orientierte er sich an Spielzeugfiguren aus verschiedenen Jahrzehnten.
Uraufführung war am 12. Mai 1832, Teatro della Cannobiana Mailand. Oper in zwei Akten, Musik von Gaetano Donizetti, Libretto von Felice Romani nach dem Libretto Le Philtre von Eugène Scribes. In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln.
Das Theater St.Gallen präsentiert L’elisir d’amore als Familienoper mit ergänzenden Veranstaltungen. Am Sonntag, 17. März, 15 Uhr, findet im Studio eine besondere Werkeinführung mit Musikbeispielen statt, die sich gezielt an Familien mit Kindern ab 10 Jahren wendet. Weiter gibt es am 7. April und 12. Mai Familienvorstellungen mit ebenfalls auf ein junges Publikum zugeschnittenen Kurzeinführungen, bei denen Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre Tickets zum Spezialpreis erhalten.
Einführungen: Jeweils eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn gibt es im Studio oder im Foyer Werk-Einführungen (Premiere ausgenommen).
Das Bild zeigt Gaetano Donizetti.

