Diesen Eindruck vermittelt er durch seine zwei Performances The Waiting Room und Lost For Words. Ersteres ist inspiriert von Jean-Paul Sartres Geschlossene Gesellschaft – hier ist das Wartezimmer eine Metapher für die Hölle. Sorge frisst uns von innen auf. Obsessive Blicke auf die Uhr. Getanzt von sechs Tänzern, betrachtet der erste Teil die Qual des Wartens, die damit verbundene Ungewissheit.
Diesen Gedanken spinnt der zweite Teil weiter. Das Duett Lost For Words erzählt die Geschichte einer Frau, die ihr Leben mit Warten verbracht hat. Eines Tages begegnet sie einem Mann, der sie überzeugen will, er sei derjenige, den sie so lange erwartet habe – es gibt keine Worte, die ihren innerlichen Gefühlszustand ausdrücken könnten, es bleibt nur das Gefühl des Unglaubens und der Sprachlosigkeit.
Malcolm Sutherland, bis 2014 Mitglied im Ensemble Goyo Monteros am Staatstheater Nürnberg, hat in der Spielzeit 17/18 mit Vivaldi Verses sein Nürnberg-Debüt als Choreograf gefeiert und präsentierte vergangene Spielzeit Under the Knife.

