Marseille im Sommer 1940: Am Rande des Kontinents stauen sich die Flüchtlingsströme. Tausende suchen einen Weg heraus aus Europa, hetzen nach Visa und Transits und hoffen verzweifelt, eine der wenigen Passagen nach Übersee zu ergattern.
Unter ihnen ein junger Deutscher: Aus einem Arbeitslager bei Rouen geflohen und ausgestattet mit falschen Papieren strandet auch er in der überfüllten Hafenstadt. Hier verliebt er sich in Marie. Doch sie ist auf der Suche nach ihrem Mann, von dem sie beim Einmarsch der Deutschen in Paris getrennt wurde.
Eindrücklich schildert Anna Seghers das Chaos, das Warten, die Hoffnung und die Verzweiflung der Flüchtenden – den menschenunwürdigen Transitzustand, der auch heute für Millionen von Menschen bittere Realität ist.