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Sleepless

in Staatsoper Unter den Linden
Uraufführung/Premiere am 28. November 2021
In einem norwegischen Küstenort irren das junge Paar Asle und die hochschwangere Alida umher, während sie von der Gesellschaft abgewiesen werden. Getrieben von Verzweiflung betreten sie ein fremdes Haus und finden sich in einer tragischen Geschichte mit bizarren Begegnungen wieder.
© Gianmarco Bresadola/Staatsoper Unter den Linden

Eine Serie mysteriöser Begegnungen, in denen Vergangenes lebendig wird, erweist sich als verhängnisvoller Lauf gegen die Zeit. Sleepless ist eine tragische Geschichte mit bizarren Begegnungen und Bonnie-und-Clyde-Motiven, die tief in die Herausforderungen und Abgründe des Menschseins eintaucht.

„Ich habe mich sehr früh dazu entschlossen, diese Erzählung als Ballade zu betrachten“, so Peter Eötvös. „Auch aus dem Grund, dass Fosse nicht festlegt, in welchem Jahrhundert sich die Geschichte ereignet. Sie könnte in der Vergangenheit, der Gegenwart oder der Zukunft spielen. Die Ballade als Gattung bedeutet für mich auch diese unabhängige Zeitbetrachtung und das erzeugt einen anderen Klang. Eine Ballade wird grundsätzlich erzählt. Im musikalischen Material des Orchesters hört man die ganze Zeit, dass ich etwas erzähle.“

Peter Eötvös, der zu den prägendsten Persönlichkeiten der Musik unserer Zeit gehört und kürzlich mit dem bedeutenden BBVA Award für Musik und Oper ausgezeichnet wurde, hat mit Sleepless ein faszinierendes wie farbenreiches Musiktheaterwerk geschaffen. Basierend auf Trilogie des Autors Jon Fosse verweben er und die Librettistin Mari Mezei Momentaufnahmen der existenziellen Suche nach Zugehörigkeit und die Frage nach der Legitimität von Gewalt als Reaktion auf gesellschaftliche Gleichgültigkeit zu einem musiktheatralen Bewusstseinsstrom.

Inszeniert wird die Uraufführung vom vielfach ausgezeichneten ungarischen Film-, Theater- und Opernregisseur Kornél Mundruczó, der damit sein Hausdebüt an der Staatsoper Unter den Linden gibt. Mit seinen Arbeiten ist er weltweit auf Festivals eingeladen, daneben inszeniert er an Theatern und Opernhäusern im deutschsprachigen und im europäischen Raum. Sein englischsprachiges Filmdebüt gab er 2020 mit dem Drama Pieces of a Woman, das seine Premiere im Rahmen der Filmfestspiele in Venedig feierte und aktuell auf Netflix zu sehen ist. Die Hauptdarstellerin Vanessa Kirby erhielt für ihre Darstellung u. a. Nominierungen für den Oscar und den Golden Globe Award.

Das Auftragswerk der Staatsoper Unter den Linden und des Grand Théâtre de Genève, mit einem Libretto von Mari Mezei, basierend auf Trilogie des norwegischen Autors Jon Fosse.

Mitwirkende

Peter Eötvös(Komponist/in)
Peter Eötvös(Musikalische Leitung)
Victoria Randem(Sänger/in)
Linard Vrielink(Sänger/in)
Katharina Kammerloher(Schauspieler/in)
Hanna Schwarz(Schauspieler/in)
Sarah Defrise(Schauspieler/in)
Jan Martiník(Schauspieler/in)
Tómas Tómasson(Schauspieler/in)
Roman Trekel(Schauspieler/in)
Siyabonga Maqungo(Schauspieler/in)
Arttu Kataja(Schauspieler/in)
Samantha Britt(Schauspieler/in)
Alexandra Ionis(Schauspieler/in)
Rowan Hellier(Schauspieler/in)
Alexandra Yangel(Schauspieler/in)
Matthew Peña(Schauspieler/in)
Sotiris Charalampous(Schauspieler/in)
Fermin Basterra(Schauspieler/in)
Jaka Mihelač(Schauspieler/in)
Rory Green(Schauspieler/in)
Jonas Böhm(Schauspieler/in)
Monika Pormale(Kostümbild)
Felice Ross(Lichtdesign)
Jana Beckmann(Dramaturgie)
Kata Wéber(Dramaturgie)

Spielzeiten

Sonntag, 28. November 2021 (Premiere / Uraufführung)
Mittwoch, 01. Dezember 2021
Freitag, 03. Dezember 2021
Dienstag, 07. Dezember 2021
Donnerstag, 09. Dezember 2021
Donnerstag, 16. Dezember 2021

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