Am Morgen ist alles wie immer: Aufwachen, Kaffeetrinken, ein Kuss für Frau und Kinder und ab mit dem Vorortzug ins Büro. Doch schon am Abend ist alles anders: Ein zweites Ich besetzt den Platz am Esstisch und erschüttert die Kleinfamilie in ihren Grundfesten.
Zudem sind die zwei anderen Ichs ungleich freier, lässiger, schlafen nackt und auch öfter miteinander, entführen in neue Welten – und an die verhasste Fichte im Vorgarten legen sie ganz einfach die Säge an, kreischend, kichernd…
Roland Schimmelpfennig spielt mit der Tristesse des Alltags, der Erschütterbarkeit von Identitäten und der ganz alltäglichen, schmerzvollen Sehnsucht. Gibt es nur ein Leben – oder wie viele Leben brauchen wir, um dies eine zu leben?