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Panikherz

Uraufführung/Premiere am 17. März 2018
18 Jahre nach seinem Debüt schreibt Benjamin von Stuckrad-Barre eine Autobiographie, die niemand erwartet hat. Sie ist der Soundtrack eines selbstzerstörerischen Lebens, geprägt von Nachtleben, Drogen und Realitätsverlust.
© Moritz Haase

"Das Kokain ließ mich Tage und Nächte manisch herumrotieren, gegen das lästige Herzrasen goss ich Alkohol drauf, schlief irgendwann vollkommen betäubt ein, dabei half das Rohypnol, das der neue, zum Heroin ratende Dealer mir mitgebracht hatte, weil, so seine fachmännische Blickdiagnose, ich auch mal wieder runterkommen müsse, zwischendurch. Wenn ich erwachte, brauchte ich eine Weile, um einen Zusammenhang herzustellen zwischen den durch die Gardinen hindurch sichtbaren Tageszeitindizien und der zuletzt erinnerten Tageszeit, ich unterschied nur mehr zwischen hell und dunkel, Tag und Nacht. Manchmal schlief ich wohl 26 Stunden, manchmal auch nur zwei, es war alles nicht so klar und sollte das auch auf gar keinen Fall werden. Aufstieg und Fall in einem Rutsch. Nur aufschreiben würde ich es halt noch müssen, irgendwann, aber natürlich erstmal bis zum letzten Kapitel durcherleben – ohne retardierenden zweiten Akt (where the slow stuff happens) direkt in die Katastrophe.

Der Schriftsteller als Popstar – Benjamin von Stuckrad-Barre war und ist Role-Model für einen neuen Autorentypus, der sich bewusst überlegt, mit welchen Mitteln er die Öffentlichkeit erreichen kann. Genau wie in der Popmusik – und ob das authentisch ist oder nicht, spielt keine Rolle. Was passiert, wenn die eigene „Marke“ das Leben zu dominieren droht, erzählt Panikherz im Gewande des ultimativen Popromans, als den man Stuckrad-Barres Autobiographie nur begreifen kann. Hier darf man nicht nur hemmungslos „Ich“ sagen, hier geht es gar nicht anders.

Und weil Stuckrad-Barre ein großer Neurotiker ist, wird er zum gnadenlosen Reporter seines eigenen Zerfalls. Er beobachtet sich selbst, wie er im Strudel der Sucht nach unten gezogen wird – begleitet von den Songs Udo Lindenbergs und ihren Verheißungen: High sein, unterwegs sein und immer schön locker bleiben.

Mitwirkende

Hansjörg Hartung(Bühnenbild)
Elina Schnizler(Kostümbild)
Jörg Gollasch(Komponist/in)
Ulrich Eh(Lichtdesign)
Valerie Göhring(Dramaturgie)
Nico Holonics(Schauspieler/in)
Bettina Hoppe(Schauspieler/in)
Laurence Rupp(Schauspieler/in)
Paul Zichner(Schauspieler/in)
Lukas Fröhlich(Musiker/in)
Peer Neumann(Musiker/in)
Gerhard Schmitt(Musiker/in)
Tilo Weber(Musiker/in)
Manuel Zacek(Musiker/in)
Fred Kerkmann(Komponist/in)
Susanne Ruppert(Bühnenbild)
Christian Vilmar(Dramaturgie)
Katharina Brehl(Schauspieler/in)
Agnes Giese(Schauspieler/in)
Andreas Krüger(Schauspieler/in)
Jan Reinartz(Schauspieler/in)
Karsten Zinser(Schauspieler/in)
Christoph Hart(Komponist/in)
Jonathan Mertz(Bühnenbild)
Anna-Maria Schories(Kostümbild)
Su Steinmassl(Videodesign)
Matthias Günther(Dramaturgie)
Bernd Grawert(Schauspieler/in)
Julian Greis(Schauspieler/in)
Franziska Hartmann(Schauspieler/in)
Pascal Houdus(Schauspieler/in)
Peter Maertens(Schauspieler/in)
Oda Thormeyer(Schauspieler/in)
Sebastian Zimmler(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Samstag, 17. März 2018 (Premiere / Uraufführung)
Sonntag, 18. März 2018
Mittwoch, 21. März 2018
Freitag, 23. März 2018
Samstag, 07. April 2018

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