In einer Zukunft, in der die Erde in einer Zeitschleife gefangen ist, versuchen die verbliebenen Bewohner, die Illusion einer utopischen Gesellschaft aufrechtzuerhalten. Doch der Gedanke an einen Aufstand schwebt über ihnen, während sie in der Nostalgie der Vergangenheit gefangen sind.
Hier wird die Revolution geprobt, aber letztlich nie verwirklicht. Denn kurz bevor es brennt, geht der Zyklus wieder von vorne los. Lange Zeit reicht der Gedanke an die Möglichkeit eines Aufstandes, um die Bewohner*innen ruhig zu halten, bis schließlich doch jemand versucht, die konstruierte Idylle zu durchbrechen.
Sean Keller, Gewinner des Hans-Gratzer-Stipendiums 2018, fragt in einer kunstvollen und poetischen Sprache: Welches revolutionäre Potenzial gibt es in unserer Müdigkeitsgesellschaft überhaupt noch? Oder ist die Idee des Aufstands nur noch in einer Nostalgie denkbar? Kann das Festhalten an althergebrachten Normen die Basis für zukunftsorientiertes Handeln darstellen? Was passiert, wenn sich Gated Communities nicht nur im Raum, sondern auch in der Zeit verschließen? Kann man aus der Geschichte lernen, wie die Zukunft geht?
Mit freundlicher Unterstützung von literar mechana.