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Three Tales

Uraufführung/Premiere am 31. Januar 2019
Die drei Erzählungen reflektieren die Implikationen des technischen Fortschritts im 21. Jahrhundert, von der Luftfahrt über die Weltkriege bis hin zur ethischen Diskussion über die Zukunft der Menschheit. Diese Diskussion dauert seit 1945 an und wird immer dringlicher.

Die erste Erzählung, Hindenburg, handelt von der Explosion des Zeppelins in Lakehurst in New Jersey im Jahre 1937. Die uneingeschränkt positive Einstellung zur Technik spiegelt sich in historischen Nachrichtenansagen wider. Ausgangspunkt der zweiten Erzählung, Bikini, sind Filmaufnahmen, Fotos und Texte über die Atombombentests auf dem Bikini-Atoll zwischen 1946 und 1954. Es geht auch um die Umsiedlung der Einwohner von Bikini, die fern der westlichen Welt leben, die über ihr Schicksal verfügt. Der Titel der dritten Erzählung, Dolly, stammt von dem Schaf, das 1997 in Schottland geklont wurde. Hier stehen die Idee des menschlichen Körpers als Maschine, die Gentechnik, die Entwicklung der Technik und die Robotik im Mittelpunkt.

Three Tales ist eine neue Art Musiktheater, in der historische Film- und Videoaufnahmen, gefilmte Interviews, Fotos, Texte und mit einer besonderen Technik gebaute Standbilder auf dem Computer digital erzeugt, wieder auf Videoband gespielt und auf eine große Leinwand projiziert werden. Sechzehn Musiker und Sänger agieren neben der Leinwand auf der Bühne. (Steve Reich)

Film ab-Tipp: Three Tales ist Kino und Oper in einem und zeigt, wie eng die Medien Film und Musik verknüpft sein können, indem Komposition und Video mit den gleichen Looping- und Schnitttechniken der Minimal Music behandelt werden.

Libretto von Beryl Korot und Steve Reich Uraufführung Wien 2002. In englischer Sprache mit Übertiteln.

Mitwirkende

Beryl Korot(Autor/in)
Steve Reich(Autor/in)

Spielzeiten

Donnerstag, 31. Januar 2019 (Premiere / Uraufführung)

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