Antigone fürchtet den Tod und riskiert doch alles. Ihr radikales Handeln gefährdet die Staatsräson. Kreon spricht zwischen Pflicht und Verblendung ein Todesurteil gegen Antigone aus und lässt sie lebendig einmauern. So entsteht ein verhängnisvolles Wechselspiel, das schließlich sowohl Kreons Sohn und Antigones Verlobten Haimon als auch Kreons Gemahlin vernichten wird.
Schon vor 2500 Jahren stellte Sophokles mit seiner Tragödie das Publikum vor das Dilemma: Steht das Gewissen über dem Gesetz? Nach welchen Gesichtspunkten kann man im Konflikt zwischen Gewissen und Gehorsam definieren, was Recht und was richtig ist?


