Fünf Durchschnittsbürger wollen ein Schulhaus in Afrika bauen und proben dafür einen Benefiz-Abend. Zwischen Afrika-Klischees, überbordender Emotionalität und der eigenen politischen Korrektheit gerät die Probe der Veranstaltung zum komischen und bissigen Eiertanz um die richtigen Worte und Szenen. Denn unsere Alltagsprobleme und der Cocktail, mit dem man sie wegkippen kann, wiegen meist doch mehr als die Not in Afrika.
Das Theater arbeitet bei dieser Produktion mit einer realen Gruppe von Konstanzer Initianten zusammen, die derzeit Geld sammeln, um ein Schulhaus in Sierra Leone zu bauen – der Kreuzgemeinde Konstanz – Allmannsdorf. Das Bühnenbild stellt einen gutbürgerlichen (Konstanzer) Vorort-Garten nach. Die Protagonisten planen und proben den Benefiz-Abend im Laufe einer Grillparty. Damit wird direkt der Konstanzer Bürger, sein Reichtum und sein Spendenwille ironisch hinterfragt – und schließlich auch wir selbst, das Theater, mit unserer hauseigenen Afrika-Spielzeit.
Regisseur Alexander Marusch unternimmt diese Gradwanderung zwischen Komik und Politik und kitzelt nach »Der Planet« und »Das Geheimnis der Irma Vep« die Absurdität der Wohltätigkeit heraus.

