In der Oper schreckt er nicht davor zurück, seinen Söhnen die jeweiligen Angetrauten streitig zu machen und hierfür selbst das göttliche Orakel zu manipulieren. Doch schlussendlich siegen Liebe und Treue und auch der Vater kann in seinem Tode die Missgunst überwinden.
Die letzten Tage des Königs Mithridates sind Gegenstand zahlreicher Opern, von denen Mozarts Vertonung die bekannteste ist. Nicola Antonio Porpora (1686–1768) widmete sich einige Jahrzehnte vor dem Salzburger Wunderkind diesem Stoff und schuf gleich zwei Fassungen: eine für Rom und eine für London, mit der er Georg Friedrich Händel direkte Konkurrenz machte.
Anlässlich des 250. Todestages von Nicola Antonio Porpora wird mit „Mitridate“ das Barock-Fest eröffnet und der auf sieben Spielzeiten angelegte Zyklus der opera napoletana beendet.
Seit 2011|12 unternimmt das Musiktheater des Theaters und Orchesters Heidelberg den bisher in Deutschland einmaligen Versuch, die historisch bedeutsame Epoche der scuola napoletana systematisch vorzustellen. Eine Besonderheit besteht darin, dass es sich bei den meisten der aufgeführten Werke um Deutsche Erstaufführungen handelt, in speziell für die Heidelberger Opernsparte angefertigten Editionen.
Nach der Uraufführung von Glucks „Orfeo ed Euridice“, dem Prototyp der Wiener Opernreform, wurde sie für den Wiener Hof geschrieben, sodass hier Wechselwirkungen zwischen neapolitanischer Innovation und Wiener Opernreform offenkundig wurden.
Ein besonderes Highlight im Rahmen des 12. „Winter in Schwetzingen“ bildet das interdisziplinäre Symposion „AFFEKT!“ - Barock-Oper heute, das in Kooperation mit dem Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Heidelberg stattfindet. Die Barock-Oper jenseits vom Monteverdi und Händel ist auf den Theaterbühnen noch immer eine Rarität.
Tickets und weitere Informationen zum Programm sind auf den entsprechenden Webseiten erhältlich.

