Es ist ein Schauspiel über die Gewalt, die beim Aufeinanderprallen des aufstrebenden Genies Mozart mit dem etablierten Fleißigen Salieri entstand, über verklemmte Keuschheit und klammernde Macht. Peter Shaffers Stück wurde 1979 in London uraufgeführt und 1984 mit einem oscarüberhäuften Film in der Regie von Miloš Forman berühmt, der ironischerweise eine wahre Renaissance von Salieris Musik entfachte.
Shaffers Schauspiel über den »halben Augsburger« Wolfgang Amadeus und den abwesenden, aber als steinerner Gast unablässig beeinflussenden Augsburger Leopold kommt nach fast 40 Jahren wieder in die Mozartstadt. David Ortmanns Inszenierung pustet erfrischend den Staub der Geschichte hinfort, verarbeitet lebendig heutige Erkenntnisse über Mozart und lässt selbstverständlich auch Mozarts unsterbliche Musik erklingen.


