Sehr hilfreich in diesem Prozess sind die räumlichen Möglichkeiten der Staatstheater Stuttgart, die es Choreographen erlauben, zunächst im intimeren Rahmen Stücke zu kreieren – und dabei die eigene Handschrift zu entwickeln –, ehe sie sich einer großen Produktion widmen. Ihnen stets zu Diensten stehen die Tänzer des Stuttgarter Balletts, die bereitwillig jede künstlerische Vision umsetzen – egal wie abenteuerlich. Und schließlich ein aufgeschlossenes, neugieriges Publikum, das Neues schätzt.
Für den Ballettabend Creations I – III hat Ballettintendant Tamas Detrich drei vielversprechende Choreographen der jüngeren Generation auserkoren: Fabio Adorisio, Roman Novitzky und Andreas Heise. Adorisio, Halbsolist des Stuttgarter Balletts, schafft nach seinem funkelnden, neoklassischen Or Noir sein zweites Werk für die Compagnie. Der Erste Solist Novitzky hat sich inzwischen mit kurzweiligen, oftmals lustigen Stücken einen Namen gemacht, die entlang einer Handlung Einblicke in unser heutiges Leben gewähren.
Heise, bis vor Kurzem Solist des Norwegischen Nationalballetts, kreiert zum ersten Mal für das Stuttgarter Ballett, nachdem sein Beitrag zu Junge Choreographen in Stringenz und Bewegungssprache überzeugte. Angetrieben von den Visionen dreier junger Choreographen verspricht Creations I – III ein abwechslungsreicher und spannender Ballettabend zu werden.


