Theaterkompass.de Logo

Tristan und Isolde

in TT-Theater Spielstätte
Uraufführung/Premiere am 19. Januar 2020
Obwohl Tristan den Verlobten Isoldes im Kampf getötet hat, pflegt die irische Prinzessin den verletzten Ritter gesund, unfähig, ihre Rache zu vollziehen. Später treffen beide auf dem Schiff, das Isolde ihrem neuen Gemahl zuführen soll, erneut aufeinander und entbrennen in tiefer Leidenschaft.

In Cornwall werden sie bei einem nächtlichen Treffen von König Marke ertappt, woraufhin Tristan von einem der Männer Markes schwer verwundet wird. In seiner Burg Kareol wartet der fiebernde Tristan auf die Geliebte und stirbt noch vor ihrer Ankunft. Isolde sinkt neben seiner Leiche zusammen.

Tristan und Isolde gilt als einer der Höhepunkte im Schaffen von Richard Wagner und als gewaltiger Schritt in die musikalische Moderne. Etwas wie der „Tristan-Akkord“, der erst am Ende während Isoldes „Liebestod“ seine harmonische Auflösung erfährt, schien bis dahin unmöglich. Der Komponist war sich der Schwierigkeiten bewusst, die eine Realisierung seiner anspruchsvollen Handlung in drei Akten mit sich bringen würde: „Nur mittelmäßige Aufführungen können mich retten“, so schrieb er an Mathilde Wesendonck.

Die Uraufführung am 10. Juni 1865 am Münchner Nationaltheater auf Befehl von König Ludwig II. wurde gleichwohl begeistert aufgenommen. Die letzte Frankfurter Inszenierung des Tristan feierte 2003 in der Regie von Christof Nel Premiere.

Nachdem sie hier bereits Flotows Martha gemeinsam herausgebracht haben, finden Frankfurts GMD Sebastian Weigle und die Regisseurin Katharina Thoma, ehemals Regieassistentin am Haus, für die Neuproduktion von Tristan und Isolde erneut zusammen. Während er auf den renommierten Opernbühnen vor allem als ausgewiesener Spezialist für die Werke Strauss’ und Wagners gilt, führten sie ihre Arbeiten neben Barbers Vanessa in Stockholm und Frankfurt u.a. nach Glyndebourne.

Die Engländerin Rachel Nicholls (Isolde) gibt ihr Frankfurt-Debüt, nachdem sie die Partie zuletzt in Rom und Turin mit großem Erfolg verkörpert hat. Vincent Wolfsteiner (Tristan) zählt seit 2014/15 zum Frankfurter Ensemble, wo er u.a. als Lohengrin sowie als Siegfried im Ring des Nibelungen und Erik in Der fliegende Holländer erfolgreich war. Andreas Bauer Kanabas (König Marke) stieß 2013/14 zum Sängerstamm Frankfurts, wo er u.a. als Daland (Fliegender Holländer) und Heinrich der Vogler (Lohengrin), aber auch als Philipp II. in Verdis Don Carlo zu erleben war. Die zuletzt genannte Partie verkörpert er gerade in der aktuellen Wiederaufnahme des Werks erneut.

Claudia Mahnke (Brangäne), seit 2006/07 fest in Frankfurt engagiert, sang hier u.a. Fricka und Waltraute im Ring. Regelmäßig gastiert sie in Bayreuth. Seit 2005 ist Christoph Pohl (Kurwenal) Ensemblemitglied an der Dresdner Semperoper. Dort sang er neben Wolfram im Tannhäuser u.a. auch Danilo in Lehárs Die lustige Witwe, als der er 2018/19 auch erstmals in Frankfurt gastierte. Alle weiteren Partien – auch die Alternativbesetzungen – übernehmen Angehörige des Frankfurter Ensembles und Opernstudios sowie wenige Gäste.

Text vom Komponisten
nach dem Versroman Tristan (um 1210) von Gottfried von Straßburg
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Musikalische Leitung: Sebastian Weigle
Regie: Katharina Thoma
Bühnenbild: Johannes Leiacker
Kostüme: Irina Bartels
Licht: Olaf Winter
Herrenchor: Tilman Michael
Dramaturgie: Mareike Wink

Mitwirkende

Sebastian Weigle(Musikalische Leitung)
Vincent Wolfsteiner(Schauspieler/in)
Rachel Nicholls(Schauspieler/in)
Andreas Bauer Kanabas(Schauspieler/in)
Claudia Mahnke(Schauspieler/in)
Christoph Pohl(Schauspieler/in)
Iain MacNeil(Schauspieler/in)
Tianji Lin(Schauspieler/in)
Liviu Holender(Schauspieler/in)
Michael Porter(Schauspieler/in)
Michael Petruccelli(Schauspieler/in)
Falk Struckmann(Schauspieler/in)
Tanja Ariane Baumgartner(Schauspieler/in)
Simon Bailey(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Sonntag, 19. Januar 2020 (Premiere / Uraufführung)
Samstag, 25. Januar 2020
Samstag, 01. Februar 2020
Sonntag, 09. Februar 2020
Freitag, 14. Februar 2020
Sonntag, 23. Februar 2020
Samstag, 29. Februar 2020
Freitag, 12. Juni 2020
Samstag, 20. Juni 2020
Sonntag, 28. Juni 2020
Donnerstag, 02. Juli 2020 (Derniere / Letzte Vorstellung)

Teile den Beitrag auf

Background image of the page