Als Kammerspiel sieht Jossi Wieler die Handlung, nicht aber die Oper als Ganzes: „Sieben Figuren, kein Chor, aber ein Riesen-Orchesterapparat mit archaischen Klangdimensionen – dieser Klang führt uns in die Abgründe und Albträume der Figuren. Unter der naturalistischen Oberfläche, die dieser Roman aufzuweisen scheint und der auch die Oper äußerlich folgt, liegen sehr viel traumatischere, obsessivere Bilder.“
Ein weiteres Live-Event ist dann zu sehen: Musikdirektor Philippe Jordan hat Richard Strauss' Rosenkavalier musikalisch neu einstudiert. Martina Serafin singt die Marschallin und Günther Groissböck gibt als Baron Ochs auf Lerchenau sein Rollendebüt.
Beide Opern werden trotz des Lockdowns zur Aufführung gelangen. Gespielt wird ohne Publikum, nur für Kameras und Mikrofone. Das verratene Meer wird in Radio Ö1 ausgestrahlt, Der Rosenkavalier wird auch in ORF III zu sehen sein.
Alle Streams sind in Österreich wie auch international kostenlos auf der Webseite play.wiener-staatsoper.at verfügbar. Die Übertragungen sind 24 Stunden lang abzurufen.


