Die erste Februar-Woche steht ganz im Zeichen von Die Pest nach dem Roman von Albert Camus – ein Text, der im letzten Jahr an Popularität gewonnen hat. Die Fassung von András Dömötör und Enikő Deés kam in der Regie von András Dömötör zur Premiere in der Box. Angesichts des Corona-Lockdowns im Frühjahr hat DT-Ensemblemitglied Božidar Kocevski zusammen mit dem Kameramann Lorenz Haarmann eine Quarantäne-Videoversion der Arbeit entwickelt, die nun erneut im Stream gezeigt wird. Den Preis für das Online-Ticket kann das Publikum bei diesen Streams selbst bestimmen. Im Anschluss an den Stream wird zum Online-Nachgespräch mit Schauspieler Božidar Kocevski, Regisseur András Dömötör und Dramaturg Claus Caesar geladen. Über den Chat hat das Publikum die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mehr über die Produktion zu erfahren.
In der Woche darauf ist Anne Lenks Inszenierung von Schillers Maria Stuart zu sehen. Die Inszenierung schaffte es kurz vor dem zweiten Lockdown im Herbst zur Premiere. Zu sehen ist nun eine professionelle Videoaufzeichnung der Inszenierung, wahlweise mit englischen Untertiteln. Beim Online-Nachgespräch im Anschluss an den Stream werden Regisseurin Anne Lenk sowie Ensemblemitglieder der Inszenierung gemeinsam mit Dramaturg David Heiligers den Fragen des Publikums Rede und Antwort stehen.
Die verfilmte Version der Inszenierung Woyzeck Interrupted wird gezeigt. Regisseur Amir Reza Koohestani und Autorin Mahin Sadri haben ausgehend von Georg Büchners Woyzeck ein Stück über genderspezifische Machtverhältnisse und die strukturelle Gewalt im Privaten geschrieben. Da die Premiere nicht vor Publikum gezeigt werden konnte, wurde in den Endproben im Dezember eine filmische Version der Inszenierung produziert. Der Stream wird mit englischen Untertiteln angeboten. Es spielen Lorena Handschin und Enno Trebs. Im Anschluss an den Stream wird Regisseur Amir Reza Koohestani gemeinsam mit Dramaturgin Sima Djabar Zadegan im Nachgespräch zu hören sein.
In der letzten Februarwoche ist erneut René Polleschs Film Непский проспект Nepski-Prospekt zu sehen. Zwischen Premiere und Nominierung liegt nicht nur ein Jahr, sondern gefühlt eine ganze Welt.
4.48 Psychose von Sarah Kane in der Regie von Ulrich Rasche wurde von den Korrespondent_innen des Onlinemediums für Theaterkritiken nachtkritik.de als eine von 40 Inszenierungen der vergangenen 12 Monate für die Wahl zur Inszenierung des Jahres nominiert. Bis zum 1. Februar 2021 kann man online seine Stimme abgeben und einen Favoriten bestimmen. Die zehn am häufigsten gewählten Produktionen bilden die Auswahl des virtuellen nachtkritik-Theatertreffens 2021.


